Aufnahme: 1989

Frauenhilfe auf Fahrt nach Spiekeroog

Eine Ferienwoche kann so inhaltsreich und schön sein, daß sie sowohl im Erleben, als auch in der Erinnerung einen viel größeren Zeitraum einnimmt, als es normalerweise sieben Kalendertage vermögen. Selbst die Alltagsbeschwerden schienen durch Sonne, Meereswasser und gute Luft wie weggeblasen. Für uns als Gruppe war es sehr günstig, daß wir das Gemeindehaus benutzen konnten. So trafen wir uns nachmittags dort zu Kaffee oder Tee und probierten alle schmackhaften Kuchen der Inselbäckerei durch.

Den einzigen unfreundlichen Regentag der Woche übten wir uns unter Anleitung von Frau Gabbe im Aquarell malen. Es entstanden Farbkompositionen, die die anfangs skeptischen Teilnehmerinnen beglückten. In Passepartout-Karten geklebt, nahmen wir sie als kleine Kunstwerke mit nach Hause. Obwohl die Frauenhilfe nach 1975 und 1980 schon zum dritten Mai auf der idyllischen Nordseeinsel war, haben wir alle etwas Neues dazugelernt. Wir wunderten uns diesmal alle, daß die Inselbewohner sich morgens, mittags oder abends - wir es zuerst verstanden – „Morgen“ begrüßten, bis wir dann erfuhren, daß es ein „Moin“ war. Dieser alte Friesengruß heißt „was Schönes“. Und das kann jedermann oder jedefrau sich wirklich zu dieser Zeit wünschen.

Quelle
Pfarrfamilie (ökumenische Ausgabe) Nr. 6, Dezember 1989; Bericht: U. Finke; Fotograf unbekannt
Zur Verfügung gestellt von
Edith Jarzombek / Pfarrarchiv St. Pankratius Oberpleis
Räume & Galerien
Evangelische Kirche Oberpleis Presseberichte Presseberichte 1 (bis 1989)
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