Aufnahme: 1983

Erster Spatenstich für Gemeindehaus

gst. Große Freude bei der evangelischen Gemeinde Oberpleis. Letzten Montag wurde bei strahlendem Sonnenschein nach 12-jähriger Planung der erste Spatenstich für das geplante Gemeindehaus gelegt. Bürgermeister Günter Hank kam aus dem Tal in den Bergbereich der Stadt und brachte ein Geschenk der Stadt zum neuen Haus mit: 75.000 DM als Zuschuß.

Nach einem Choral des Posaunenchores vollzog Pfarrer Oswald Becker aus Holzlar in Vertretung des Superintendenten den ersten Spatenstich. Zuvor hatte Pfarrer Lothar Berger aus Bad Honnef als Vorsitzender des Bevollmächtigungsausschusses die Gäste begrüßt und seiner Freude darüber Ausdruck gegeben, daß dieses Haus nun endlich für die stets wachsende Gemeinde gebaut werden könne.

Bürgermeister Günter Hank blickte zurück auf die vergangenen 40 Jahre der Kirchengemeinden in der Stadt Königswinter und den früheren selbständigen Gemeinden. Vor rund 40 Jahren betrug der Prozentsatz der evangelischen Christen noch nicht einmal zehn Prozent der Bevölkerung.

Damals gab es im heutigen Stadtgebiet von Königswinter nur eine ev. Kirche, und zwar die Christuskirche in der Altstadt. Inzwischen gibt es in fast allen Stadtteilen eigene evangelische Gotteshäuser und Gemeindezentren, zuletzt wurde ein solches Haus der Begegnung noch in Ittenbach eingeweiht. „Nun entsteht auch in der Pleismetropole ein solches Gebäude", freute sich Hank. Besonders freue er sich darüber, daß dieser Neubau gegenüber der evangelischen Otto-Bartning-Kirche entstehe, die auch erst nach dem Kriege gebaut worden ist und schon unter Denkmalschutz steht.

Der katholische Pfarrer von Oberpleis, Willi Müller, sprach vor seinem Spatenstich den Wunsch aus, daß dieses Haus der Ökumene dienen möge und eine Begegnungsstätte der beiden Konfessionen wird.

Bevor der Posaunenchor der Gemeinde den Schlußchoral spielte, sprach der zuständige Pfarrer der Gemeinde, Horst-Dieter Finke, das Schlußgebet und hieß noch seinen Vorgänger, Pfarrer Johannes Lubrich, willkommen. Während der Amtszeit Lubrichs entstanden bereits die ersten Pläne zum Bau des Gemeindehauses.

Das Gemeindehaus entsteht gegenüber der Kirche auf der anderen Straßenseite der Ittenbacher Straße. Das neue Haus wird u-förmig errichtet. Das nach Osten abfallende Gelände erlaubt eine zur Kirche hin eingeschossige, und im übrigen zweigeschossige Bauweise.

Zwischen Kirche und Gemeindehaus entsteht ein Gemeindehof, der von der Ittenbacher Straße durchfahren, bei besonderen Anlässen jedoch vom Fahrverkehr freigehalten werden kann.

Die zentrale Eingangshalle erschließt den großen Saal mit 70 Quadratmeter, den kleinen Saal mit 25 Quadratmeter und die Kaffee-Ecke mit 20 Quadratmeter. Die gesamte Nutzfläche beträgt rund 180 Quadratmeter. Garderobe, Toiletten, Verwaltung und Bücherei sind ebenfalls von der Eingangshalle aus direkt zu erreichen. Die Terrasse ist 25 Quadratmeter groß. Von der Terrasse gelangt der Besucher über eine Treppe zur Gemeindewiese.

Im Untergeschoß wird mit geschoßhoher Belichtung der Jugendbereich untergebracht.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 32 vom 11.08.1983; Foto und Bericht: Günther Steeg
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
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Evangelische Kirche Oberpleis Presseberichte Presseberichte 1 (bis 1989)
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