Aufnahme: 1969
Manfred Bautz - neuer Vikar in Oberpleis
Seit dem 1. Oktober 1969 hat die Evangelische Kirchengemeinde Oberpleis - wie bereits berichtet - eine zweite Pfarrstelle. Allerdings ist diese Pfarrstelle zunächst mit einem Vikar besetzt worden. Gleichzeitig wurde die Kirchengemeinde in zwei Pfarrbezirke aufgeteilt. Die östlich der Bundesautobahn Köln-Frankfurt gelegenen Gemeindeteile gehören zum Pfarrbezirk Oberpleis, den Pfarrer Walter Lubrich betreut, die westlich der Autobahn gelegenen Gemeindeteile zählen zum Pfarrbezirk Stieldorf, in dem Vikar Manfred Bautz tätig ist.
Stieldorfs neuer Vikar wurde am 7. Dezember 1939 in Zerbst in Sachsen-Anhalt geboren, ist jedoch im Hunsrück aufgewachsen. Dort besuchte er das Gymnasium in Simmern, an dem er auch das Abitur ablegte. Sein Studium begann er an der Kirchlichen Hochschule in Wuppertal. Dort lernte er zunächst Griechisch und Hebräisch, da Simmern nur ein neusprachliches Gymnasium hatte. Die zweite Station seines Studiums brachte Vikar Bautz in die Schweiz nach Basel, wo er noch den reformierten Theologen, Prof. Karl Barth, den Hauptvertreter der dialektischen Theologie, kennenlernte. In Bonn besuchte Manfred Bautz anschließend das Theologische Seminar; das Erste Examen legte er beim Landeskirchenamt in Düsseldorf ab.
Lange Zeit war Manfred Bautz als Vikar an der Trinitatiskirche in Bonn Endenich. Nicht aus einem ökumenischen Enthusiasmus heraus, sondern auf der Suche nach gemeinsamen Wegen und im Hören auf den Anderen arbeitete er stets im ökumenischen Arbeitskreis in Bonn mit. Vikar Bautz äußerte sich zufrieden darüber, daß in seinem neuen Pfarrbezirk auch ein kleiner ökumenischer Arbeitskreis in Vinxel bestehe. Er wolle versuchen, sagte er in einem Gespräch mit unserem Mitarbeiter, dieser Arbeit in Königswinter eine breitere Basis zu schaffen.
Auf die Frage, ob er nach Ablauf seiner Vikarszeit in Stieldorf bleiben wolle, entgegnete Manfred Bautz, an ihm solle dies nicht liegen. Er sehe nach seinen ersten Erfahrungen eine gute und fruchtbare Zusammenarbeit mit den Gemeinden und dem Presbyterium sichergestellt. Falls ihn das Presbyterium später zum Pfarrer wähle, wolle er gerne in Stieldorf bleiben, da er dort ein weiteres Arbeitsfeld in einer noch im Entstehen begriffenen Gemeinde vorfinde.
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