Aufnahme: 1998

Mehr Schein als Sein ...

..., jedenfalls, was das Fachwerk betrifft. Die ehemalige Gaststätte war nur auf der Giebelseite fachwerksichtig, und auch der angebaute Saal bestand nur zur Straße aus Fachwerk. Aber genau diese Teile sah man von der Straßenkreuzung aus. Das Haus war größtenteils verputzt, und der Saal bestand rückseitig aus Ziegelstein. Im Jahre 1928 bekam der Saal das interessante Halbtonnen-Dach. Dadurch wurde er stützenfrei und besser nutzbar. Das ganze Ensemble war auch nicht besonders alt - vielleicht gut hundert Jahre - als es im Jahr 2000 abgerissen wurde. Auf dem Areal entstand eine großvolumige Neubebauung.

Viele Oberpleiser erinnern sich noch an die Feste im Postmattes-Saal. Der letzte Wirt war Heinrich Bellinghausen, allen als "Postmattes Hein" bekannt. Sein Vater war der Posthalter und Gastwirt Matthias Bellinghausen, genannt "Postmattes".

Zwei schöne Fachwerk-Gasthäuser sind in Oberpleis noch erhalten. Sie stehen an der Nordseite des Kirchplatzes und wurden schon kurz nach 1800 erbaut (siehe Links "Alter Zoll" und "Bramkamp"). Ende des 19. Jahrhunderts wurden Gast- und andere Häuser nicht mehr aus Fachwerk, sondern aus Ziegelsteinen gemauert, mit attraktiv gestaltenen Fassaden, oft steinsichtig, aber auch verputzt mit Stukkatur (siehe Link "Köbes").

Zur Galerie – Beim Postmattes (Dollendorfer Straße) - siehe Link unten.

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