Aufnahme: 1910
Siegburger Straße dorfeinwärts gesehen
Zu beachten ist die damals überwiegend übliche Fachwerkbebauung und die ohne erkennbaren Bürgersteige, bei „Chausseen“ meistens vorhandene Blaubasaltpflasterung, die Katzenkopf genannt wird und die heutigen Stöckelschuhträgerinnen den blanken Angstschweiß auf die Stirn treiben würden. Die Straße hatte bereits einen Rinnstein (ein Joss), in das Oberflächenwasser, aber auch weniger vorgereinigte Küchenwässer (die Sood) ein- und abgeleitet wurden, soweit noch kein ordnungsgemäßer Schmutzwasserkanal bestand.
Ein Bild aus längst vergangenen Tagen: Die Slegburger Straße in Oberplels
Bericht in Siebengebirgs-Zeitung Nr. 14, vom 07.04.1966
Ein romantisches Bild, ein Idyll aus der „guten, alten Zeit. Viele Oberpleiser des älteren Jahrgangs haben dieses Straßenbild noch gut in Erinnerung. Wenn man genau hinsieht, kann man rechts einen alten Pferdefuhrwagen erkennen. (Übrigens verkehrswidrig geparkt) Während sich im Laufe der Zeit das Bild rechts und links der Straße änderte, während die alten Fachwerkhäuser modernen Bauten des 20. Jahrhunderts weichen mußten, - die Kopfsteinpflaster-Straße - blieb. Sicherlich mag sie lange, lange Zeit, dem Straßenverkehr unserer Vorväter genügt haben, der Neuzeit jedoch schon lange nicht mehr. Nun soll endlich der Schrecken aller Autofahrer und Fußgänger ausgebaut werden; denn die Siegburger Straße hat neben gewaltigen Schlaglöchern und Unebenheiten auch noch eine gefährliche Wölbung. Abgesehen von der Glätte (schon bei geringem Regen, von Eis und Schnee ganz zu schweigen). Die Fußgänger konnten an verkehrsreichen Tagen (besonders im Sommer, bei Ableitungen der, durch Urlauber verstopften, Autobahn) nur unter Lebensgefahr an den Häuserwänden, auf einem sog. „Bürgersteig", vorbeischleichen.
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