Aufnahme: 1977
Die Haubenlerche
Die Haubenlerchen sind keineswegs mehr nur draußen in der freien Natur zu finden, wo die karge Landschaft ihr Lebensbereich ist. Vor den Menschen und ihren Häusern, die ihnen die Felder an den Stadt- und Dorfrändern genommen haben, sind sie nicht geflüchtet - nein - sie sind geblieben, wo sie lebten. So kann man ihnen heutzutage in Neubaugebieten begegnen, wo sie zwischen den Autos auf der Straße herumhüpfen und ihre bescheidenen Lebensansprüche befriedigen. Sie sind in ihrem ganzen Gehabe schlicht und bescheiden. Wenn man sie von weitem sieht, sind sie leicht mit den Spatzen zu verwechseln, denn sie haben im Ganzen gesehen ein braungraues Federkleid. Von der schmutzigweißen, dunkelgestreiften Unterseite sieht man seilten etwas. Haubenlerchen sind sehr dem Boden verhaftet, selbst beim Singen bleiben sie am Boden sitzen oder setzen sich nur ein wenig über dem Boden in einen Strauch.
Ihr Gesang ist nicht so wohltönend, wie der ihrer Vettern, der Feld- und Heidelerchen. Auch was das Brüten angeht, sind sie aufs Einfachste eingestellt. Ihre Eier legen sie in eine Vertiefung am Boden. So sind in den Wohngebieten die Eier und auch die Jungen dieser liebenswerten Vögel immer sehr gefährdet, denn sie sind vor Hunden, Katzen und leider auch Menschen nicht sicher. In einem kalten Winter hatte ich die Möglichkeit, in den Grünanlagen eines Neubaugebietes über längere Zeit hinweg drei Haubenmeisen mit Futter zu versorgen. An einer Stelle unter einer in Bodennähe angebrachten Lampe, die einen tellerförmigen Schirm hatte und zusätzlich durch die Wärme der Glühbirne schneefrei blieb, fanden sie immer einen gedeckten Tisch.
Etwas zu ergänzen?
Kennen Sie abgebildete Personen, das Jahr oder Hintergründe zu diesem Bild? Schicken Sie uns einen Hinweis – wir prüfen ihn und ergänzen das Objekt.