Aufnahme: 1964
Linolschnitt von 1964 „Jonas im Fisch"
Entgegen dem Auftrag Gottes, nach Ninive zu gehen und den Bewohnern das Strafgericht Gottes anzudrohen, macht sich Jonas per Schiff auf den Weg nach Tarsis. Unterwegs lässt Gott einen ungeheuren Sturm aufkommen, das Schiff droht zu kentern, und die Mannschaft zu ertrinken. Jonas wird durch Losentscheid zum Urheber des Unwetters. Er bekennt sich für schuldig und bittet darum, ins Meer geworfen zu werden. Nach anfänglichem Zögern wirft die Mannschaft ihn über Bord. Ein riesiger Fisch verschlingt Jonas und spuckt ihn nach drei Tagen an Land.
Viele Künstler hat die Geschichte von “Jonas und dem Fisch“ zu einem Bild inspiriert. Meistens ist der Kampf zwischen Jonas und dem Fisch dargestellt. Dagegen strahlt Tony Bachems Bild Ruhe und Friedlichkeit aus. Der große Raubfisch hält das Maul geschlossen und wirkt dadurch recht friedlich. Er liegt in seichtem Gewässer, fast regungslos, damit er Jonas, der lang hingestreckt in seinem Bauch wie in einem Körbchen liegt und schläft, nicht aufweckt. Sein Gesichtsausdruck ist weder ängstlich noch sorgenvoll. Er hat sich ganz in die Hand Gottes gegeben und vertraut auf ihn.
Etwas zu ergänzen?
Kennen Sie abgebildete Personen, das Jahr oder Hintergründe zu diesem Bild? Schicken Sie uns einen Hinweis – wir prüfen ihn und ergänzen das Objekt.