Aufnahme: 2025

Zwei junge Gastronomen übernehmen den Alten Zoll in Oberpleis

Königswinter-Oberpleis · Die Zukunft des Alten Zolls in Oberpleis ist gesichert: Zwei Neueinsteiger aus Hennef haben einen Pachtvertrag für das Gasthaus unterzeichnet. Das möchten sie den Gästen ab dem Sommer bieten.

Die zwei jungen Gastronomen, die den Alten Zoll ab Juni übernehmen, waren auch die fasvorisierten Partner der bisherigen Pächterin Soledad Sichert. Sie möchte nach dem krankheitsbedingten Ausscheiden ihres Kochs Benito Di Lorenzo weniger Verantwortung tragen.

Der Alte Zoll in Oberpleis hat zwei neue Pächter. Die Wirtschaftsförderungs- und Wohnungsbaugesellschaft (WWG) der Stadt Königswinter hat in der vergangenen Woche einen Pachtvertrag mit den künftigen Gastronomen Dennis Kern und Benjamin Achenbach unterzeichnet. In den nächsten fünf Jahren wollen die beiden Neueinsteiger am Kirchplatz die Regie übernehmen.

Ihre Namen sind durch die Familien Streve-Mülhens Achenbach und Kern in Königswinter zwar bekannt, doch gibt es nach Informationen von WWG-Geschäftsführer Christopher M. Holderbaum keine verwandtschaftlichen Beziehungen zu den beiden Gastronomen, die aus Hennef kommen.

Holderbaum ist glücklich, dass geeignete Nachfolger gefunden wurden und kein Leerstand entsteht. „Der neue Pachtvertrag startet am 1. Juni. Ab dem 1. Juli wollen die beiden neuen Pächter den Alten Zoll bespielen“, sagt er. Der Aufsichtsrat der WWG habe die Nachricht in der vergangenen Woche zustimmend zur Kenntnis genommen.

Businessplan der Neueinsteiger überzeugte

Am 31. Mai endet der bisherige Pachtvertrag mit Soledad Sichert, die den Alten Zoll seit dem Sommer 2019 erfolgreich geführt hatte. Der Auflösungsvertrag wurde ebenfalls in der vergangenen Woche unterschrieben. Das Vertragsverhältnis lief eigentlich erst im Sommer 2026 aus. Nach dem krankheitsbedingten Ausscheiden ihres Koches Benito Di Lorenzo wollte die Gastronomin allerdings nicht mehr die Verantwortung tragen. Ihre Nachfolger brachte sie selbst bei der WWG ins Gespräch und möchte diese auch weiterhin unterstützen. „Die beiden waren meine favorisierten Partner. Ich möchte weiter mitarbeiten, solange es geht“, sagt Sichert.

Mit vier der vielen Bewerber, darunter einigen sehr erfahrenen Gastronomen, führte die WWG Gespräche. Die Wahl fiel dann auf die beiden Neueinsteiger, die erst Anfang 30 sind, weil ihr Businessplan die WWG überzeugte. Das Alter habe dabei für sie gesprochen. Die Betreuung junger Unternehmer und die Begleitung von deren Businessplänen sieht die Wirtschaftsförderungsgesellschaft als eine ihrer Aufgaben an. „Wir achten sehr darauf, dass einem solchen Betrieb auch realistische Zahlen zugrunde liegen“, so Matissek.

Weiterhin kulturelle Veranstaltungen im Alten Zoll geplant

Achenbach und Kern versprechen im Alten Zoll eine „Moderne Cuisine“. Die Gäste erwartet, wie unter ihrer Vorgängerin, auch in Zukunft gehobene Küche. Die beiden Gastronomen können Berufserfahrung in Vendome in Bergisch Gladbach und im Bonner Kameha vorweisen. Kern hat zusätzlich eine Ausbildung als Weinsommelier.

„Wein wird künftig eine viel intensivere Rolle als bisher spielen“, sagt WWG-Wirtschaftsförderer Holger Matissek. Beide Bewerber würden auch großen Wert auf Nachhaltigkeit und die Regionalität ihrer verwendeten Produkte legen. „Überzeugt hat uns auch, dass der Alte Zoll weiterhin mit kulturellen Veranstaltungen wie einem Krimi-Dinner oder einem Winzer-Sommerfest bespielt werden soll“, so Matissek.

Arbeiten am Fachwerkhaus in Oberpleis

„Frau Sichert hat bisher eine Nische erfolgreich und mit großem Zuspruch besetzt, die hoffentlich auch in Zukunft gefüllt werden wird“, sagt Holderbaum. Die „Starthilfe“, die die alte Pächterin ihren Nachfolger geben wolle, sei aus diesem Grunde sehr zu begrüßen. Nachdem es zum Jahreswechsel einige Irritationen in den sozialen Medien über eine mögliche Schließung des Alten Zolls gegeben hatte, ist Holderbaum mit dem nun vorliegenden Ergebnis sehr zufrieden. „Wir haben Anfang Dezember die Information bekommen, dass es einen Wechsel geben wird. Mitte März haben wir nun eine Entscheidung getroffen. Wir waren da in jeder Hinsicht zügig unterwegs“, meint er. Um geeignete Nachfolger zu finden, habe es Bedacht und die erforderlichen Gespräche gebraucht.

In dieser Woche sollen Tiefbauarbeiten im Bereich des Biergartens durchgeführt werden. Die Entwässerungsleitungen müssen erneuert werden, nachdem das Regenwasser bereits in das Mauerwerk des Gebäudes eingedrungen ist. Dadurch sind Schäden im Keller aber auch im Gastraum entstanden. Deshalb bleibe der Alte Zoll noch eine Weile geschlossen, teilte Soledad Sichert auf GA-Nachfrage mit. Am Grünen Sonntag, dem 18. Mai, und zur Oberpleiser Kirmes Mitte Juni werde aber in jedem Fall geöffnet sein. Am 26. April um 17 Uhr soll ihr Koch Benito Di Lorenzo verabschiedet werden.

Zum vollständigen Bericht im General-Anzeiger - siehe Link unter.

Quelle
General-Anzeiger vom 03.25.2025; Foto: Frank Homann ( Archivfoto)
Zur Verfügung gestellt von
Hansjürgen Melzer: Bericht Zum vollständigen Bericht im General-Anzeiger vom 03.04.2025
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