Aufnahme: 2014
Sattlermeister Fritz Bartel
Mit seinen 86 Jahren geht er noch täglich seinem Beruf nach und arbeitet in seiner Werkstatt im Untergeschoss seines Hauses in Oberpleis. Nach seinem Beruf gefragt, gibt er zur Antwort : „Ich habe SPD gelernt.“ Er meint damit Sattler, Polsterer und Dekorateur. Den echten Sattler gibt es heute nur noch selten. Fritz Bartel ist ein solcher. Er kann noch alles aus Leder herstellen, was zur Tierhaltung benötigt wird, von der Leine und dem Halsband für den Hund bis zum Geschirr, dem Kummet oder dem Hamen fürs Pferd. Seine Lehre begann er 1947 bei den Gebrüdern Josef und Fritz Neuhöfer in Oberpleis, und legte seine Gesellenprüfung nach viereinhalb Jahren Ausbildungszeit als Sattler, Polsterer und Dekorateur in Siegburg ab. Die längere Ausbildungszeit war bedingt durch den „Dreifachberuf“
In den folgenden Jahren verlagerte sich die Arbeit von Fritz Bartel immer mehr vom Sattler zum Polsterer und Dekorateur, bedingt durch die Auflösung vieler landwirtschaftlicher Kleinbetriebe mit einem oder zwei Pferden und den steigenden Einsatz von Traktoren in den größeren Betrieben. Als dann die Bundeswehr für ihr Materialbeschaffungs-amt auf der Musser Heide Sattler suchte, bewarb sich Fritz Bartel sofort um eine Stelle und blieb hier zwanzig Jahre, bis er 1992 in Rente ging. Wenn er auch dort keine Geschirre und Pferdehalfter machte, so konnte er wenigstens überwiegend mit seinem Lieblingsmaterial ,dem Leder, arbeiten.
Arbeitsbereiche für einen Sattlermeister
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