Aufnahme: 2001
Vom Krater zur Kapelle
Wer von Oberpleis in südöstliche Richtung blickt, sieht ein leuchtend grünes Viereck auf dem Hühnerberg. Was sich dahinter, besser darunter, verbirgt, zeigte der ökumenische Arbeitskreis der beiden Kirchengemeinden in Oberpleis. Dazu trafen sich am Sonntag, den 6. Mai über 80 wanderlustige und wissensdurstige Gemeindemitglieder um 14.00 Uhr zur diesjährigen ,,Kult(o)ur". Ab Berghausen ging die Wanderung durch den schon grünen Wald zum Steinbruch der Basaltwerke in Hühnerberg. Hier staunten die Teilnehmer über die Produktionsanlagen. In einer riesigen Kraterlandschaft, die über 100 Meter tiefer geht als es von dem weithin sichtbaren grünen Viereck vermutet wird, baut das Unternehmen das natürliche Vorkommen von Basalt ab und produziert daraus Steine unterschiedlicher Größe und Körnung für den Einsatz im Straßen- und Gewerbebau. Auch für die Schichten des Unterbaus der neuen ICE-Trasse werden hier Basaltbrocken bis zur gewünschten Körnung zerkleinert. Unter der fachkundigen Führung des technischen Leiters Herrn Hans-Gerd Schlangen und des Mitarbeiters Herrn Stephan Ennenbach der Basalt Union GmbH wurde auch gezeigt, dass moderne Elektronik und Technik für die Steuerung und Fertigung eingesetzt werden.
Auch die Umwelt kommt zu ihrem Recht: Nach Beendigung des Abbaus muss das Unternehmen das Gelände rekultivieren. Danach führte die Wanderung weiter zur Kapelle in Quirrenbach, wo die Geschichte und Bedeutung dieses alten Gotteshauses, einst als Fachwerkbau errichtet, von Herrn Erich Westhofen erläutert wurde. Auch die Kinder waren daran interessiert. Das zeigen ihre Fragen nach den Bildern der Fensterglasmalerei und „seit wann der Heiland dort am Kreuz hängt". Den Abschluss bildete ein Kuchenbufett unter freiem Himmel vor der Kapelle.
Der Ökumenearbeitskreis hat auch mit der diesjährigen Wanderung wieder interessante Informationen über einen Ausschnitt unserer engeren Heimat geboten.
Dr. Horst Hennemann
Innenraum der Kapelle Kreuzerhöhung in Quirrenbach
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