Aufnahme: 1999
Das Altenheim Verenenhof wurde eingeweiht
"st. Pfarrer Willi Müller zelebrierte an seinem Namenstag eine Festmesse anlässlich der Einweihung des Verenenhofes, eines Wohnsitzes für ältere Menschen in Oberpleis. Die Messe wurde in einem Zelt gehalten, wo nachher auch die weltliche Feier stattfand, nachdem der Pfarrer dem Neubau den kirchlichen Segen erteilt hatte. Die Begrüßungsansprache beim weltlichen Festakt hielt Joachim Bovelet, der Geschäftsführer der Gemeinnützigen Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe. Er würdigte das Engagement und die Unterstützung der Stadt, der die soziale Betreuung und die pflegerische Versorgung der Senioren und die Sicherung der Lebensqualität dieser Bevölkerungsgruppe ein besonderes Anliegen sei.
Eine enge Anbindung der Seniorenwohnanlage an das Altenheim Kontantia-Haus sei von Anfang an gewollt gewesen und habe sich als sehr nützlich erwiesen. Inzwischen hat Schwester Veronika Fricke federführend die Leitung des Verenenhofes übernommen. Sie wurde von Joachim Bovelet vorgestellt. Der erste Spatenstich erfolgte am 31. März 1997. Schon im Juni des letzten Jahres zogen die ersten Mieter ein. Bis auf zwei Wohnungen sind jetzt alle bezogen. „Die Segnung dieses neuen Gebäudes ist für Oberpleis ein großer Tag", sagte die Vorstandsvorsitzende der Maria-Theresia-Bonzel-Stiftung, Schwester Xaveria Kronen. Sie erläuterte in ihrer Ansprache die Idee, die zu diesem Projekt führte. Es gehöre sicherlich zu den Wünschen der meisten Menschen, selbständig in vertrauter Umgebung und im Kontakt mit anderen zu wohnen.
Nachbarliche Unterstützung werde immer seltener. Die Grundlage des Verenenhofes trage als „Service-Wohnen" diesem Problem Rechnung. Der Bau sei speziell auf die Bedürfnisse und Wünsche älterer Menschen ausgerichtet. „Der Mensch steht im Mittelpunkt", sagte Schwester Xaveria. Das Heim trägt den Namen Verenenhof nach Schwester Verena Schulte. Sie war die dritte Generaloberin der Genossenschaft der Franziskanerinnen von der ewigen Anbetung. Ab 1914 leitete Mutter Verena die Genossenschaft 33 Jahre und führte den Orden mit Mut, Umsicht und Klugheit durch alle Wirren des ersten Weltkrieges, die Weimarer Republik und die Nazidiktatur sowie die ersten Nachkriegsjahre. Sie nahm insgesamt 1222 Schwestern in den Orden auf und gründete 32 Niederlassungen.
Bürgermeister Herbert Krämer sprach die Glückwünsche der Stadt Königswinter aus. Die Grüße der evangelischen Gemeinde übermittelte Pfarrer Heiko Schmitz, der Schwester Veronika einen bildlichen Segensspruch übergab. Architekt Happ übergab einen symbolischen Schlüssel an Schwester Xaveria Kronen, die ihn an Schwester Veronika Fricker weiterreichte. Nach diesem Festakt konnten die Gäste den Verenenhof besichtigen. Am Nachmittag fand bei herrlichem Sonnenwetter das Sommerfest des Konstantia-Hauses statt, und zudem öffnete der Verenenhof die Türen für alle Besucher."
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