Die Gruben Altglück und Neuglück

Aufnahme: 1995 (Bericht)

Die Gruben Altglück und Neuglück

"Wie der größte Teil der Höfe und Ländereien war auch das Grubengelände um Bennerscheid im Besitz der Propstei Oberpleis. Der Zeitpunkt des Abbaubeginns ist nicht vermerkt, wohl aber die Eintragung ‚Altes Silberbergwerk‘ auf einer Karte aus dem Jahre 1789. Von einer Förderung durch die Gesellschaft ‚Rhodius‘ ist dann 1801 die Rede. Eine belgische Firma, mitunter wird auch ein französisches Unternehmen erwähnt, betrieben dann die Ausbeutung ab 1860 in größerem Stil. Zeitweise müssen hier bis zu 200 Leute beschäftigt worden sein. Ein Teil der Spezialisten kam aus dem südöstlichen Teil Deutschlands. Das gewonnene Material, in Spitzenzeiten mehrere tausend Tonnen, brachte man zur Verhüttung an den Rhein.

Die Förderung wurde 1870 (Krieg?) eingestellt und auch die ‚Wiederbelebung‘ in neuerer Zeit hatte keinen Erfolg. Mit der Geschichte des Bergbaus hängt auch die des Schlößchen Neuglück zusammen. Die ursprüngliche Steigerwohnung wurde im Laufe der Jahrzehnte um- und ausgebaut. Die prunkvolle Einrichtung ist stark von französischem Einfluß geprägt. Nachdem es einige Jahre als Ausflugscafé gedient hatte, ruht der Betrieb gegenwärtig."

Quelle
Aus der Broschüre "Leben in und um Oberpleis", Seite 73, Kreissparkasse Oberpleis 1995; Text: Karl Hermann Uhlenbroch
Zur Verfügung gestellt von
Wilbert Fuhr: Broschüre Bergbau und Poesie im „Pleiser Ländchen"
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