Aufnahme: 1994
Die Familie Herr bei der Einweihung des neuen Firmengebäudes
Elektro Herr jetzt im neuen Gewerbepark Siebengebirge
Die Siebengebirgs-Zeitung berichtete:
st. Die Elektro-Firma Günther Herr ist die dritte Firma, die ihre Geschäftsräume in den Gewerbepark Siebengebirge bei Ruttscheid verlagert hat, aber die erste Firma, die offiziell ihr neues Gebäude seiner Bestimmung übergab und es vom Oberpleiser Pfarrer Willi Müller einsegnen ließ. Bereits im Dezember des vergangenen Jahres wurde die Arbeit im neuen Haus aufgenommen, nachdem Günther Herr mit seiner Belegschaft von Pleiserhohn in das Gewerbegebiet umgezogen war. 1992 wurden die ersten Pläne geschmiedet. Mit Günther Herr wollten damals zehn Oberpleiser Firmen im Gewerbepark neu eröffnen, aber Günther Herr hielt als einziger durch. Zur feierlichen Eröffnung nach achtmonatiger Bauzeit hatte der Bauherr mehr als 150 Gäste aus Politik, Handwerk und Wirtschaft eingeladen.
Doch die höchsten Gäste waren in der fünften Jahreszeit Prinz Heinz III. und Adelheid I. von Oberpleis mit närrischem Gefolge. Prinz Heinz wünschte eine erfolgreiche Tätigkeit im neuen Gewerbepark mit herrlichem Blick auf das Siebengebirge an der Eduard-Rhein-Straße und überreichte seinem Freund Günther und Ehefrau Therese je einen Prinzenorden. Bürgermeister Herbert Krämer war erfreut über die familiäre Atmosphäre dieser Feierstunde und wünschte der Familie Herr viel Erfolg sowie die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Noch einmal ging Krämer auf die Geschichte des Gewerbeparks ein. 1979 wurde bereits der Bebauungsplan beschlossen. Aber über Jahre hin wollten die Landwirte keine Flächen verkaufen. Erst 1991 konnten die letzten Grundstücke erworben werden. Insgesamt können nun 130000 qm bebaut werden.
Pfarrer Müller hielt seine Glückwunschansprache in rheinischer Mundart, bevor er die Segensgebete sprach. Im weiteren Verlauf des Abends erfreuten die Thomasberger Hubertusbläser und die Alphornmusikanten. Im neuen Firmengebäude stellte der Künstler Peter Neunzig aus Düsseldorf seine Bilder aus. Er beansprucht für sich mit der „Technophilosophischen Kunst" eine neue Kunstrichtung geprägt zu haben, die die wesentlichen Gedanken des ausgehenden 20. Jahrhunderts zur Darstellung bringt. In seinen Dankesworten erwähnte Günther Herr, dass gerade am Tage der Übergabe des neuen Gebäudes sein Mitarbeiter Markus Czaika die Gesellenprüfung bestanden habe.
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