1991 war ein erfolgreiches Jahr für die Raiffeisenbank

Aufnahme: 1992

1991 war ein erfolgreiches Jahr für die Raiffeisenbank

Erfreut über das gute Ergebnis, v.l.: Gregor Sessenhausen, Ulrich Kunze und Rudolf Alda.
1991 ein erfolgreiches Jahr

st. Obwohl sich das Jahr nur zögernd anließ, kann die Raiffeisenbank Königswinter auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken. Das erklärten die Vorstandsmitglieder der Bank Ulrich Kunze, Rudolf Alda und Gregor Sessenhausen vor der Presse. Das Geschäftsvolumen erreichte 287,5 Millionen Mark. Das sind 17,9 Millionen Mark mehr als 1990 oder 6,6 Prozent, die Bilanzsumme erreichte 277,9 Millionen Mark. Das bedeutet 18,4 Millionen Mark mehr oder 7,1 Prozent. Das Kreditvolumen war dagegen kümmerlich. Die Steigerung betrug nur 5,1 Millionen Mark und erreichte 152,2 Millionen Mark = 3,5 Prozent. Dagegen stiegen die Kundeneinlagen um 20,1 Millionen Mark auf 249,5 Millionen Mark = 8,7 Prozent. Insgesamt werden von der Raiffeisenbank 19639 Kunden betreut, die 45249  Konten unterhielten, davon 22413 Sparkonten. Sparbücher sind also weiter „in". 1991 verarbeitete die Bank 1,7 Millionen Buchungen mit einem Gesamtumsatz von 2,6 Milliarden Mark. Die Steigerung der Kundeneinlagen um mehr als 20 Millionen Mark war die Triebfeder der positiven Entwicklung der Raiffeisenbank. Die befristeten Geldanlagen sind auf eine Rekordhöhe von 103,3 Millionen Mark angestiegen.

Die hohen Zinssätze bei kurzfristigen Festgeldern waren dafür die Hauptursache. Obwohl die Zinssätze im langfristigen Bereich sehr attraktiv waren und die Anlageempfehlungen der Bank immer wieder zu längeren Laufzeiten tendierten, entschied sich die Mehrzahl der Kunden für kurzfristige Festgelder. Neben dem sehr guten Sparaufkommen erhöhte sich der Wertpapierbestand der Kunden um über acht Millionen Mark oder 41,5 Prozent. Die Bankkunden unterhielten zum Jahresende 1086 Wertpapierdepots mit einem Wertpapierbestand in Höhe von 27,4 Millionen Mark. Das rege Kreditgeschäft des Jahres 1991 wird durch 50,6 Millionen Mark Neubewilligungen verdeutlicht. Die Kreditabteilung bewilligte im vergangenen Jahr 2186 Kreditanträge. Bei der Ausweitung des Kreditvolumens um über fünf Millionen Mark ist zu berücksichtigen, daß der Bank Tilgungsleistungen mit einem Gesamtbetrag von fast 40 Millionen Mark zurückgeflossen sind. Die Bilanzsumme der Bank konnte um stolze 7,1 Prozent oder 18,4 Millionen Mark ausgweitet werden. Im Bereich der sonstigen Dienstleistungen betreibt die Bank die Vermittlung von Lebens- und Sachversicherungen, Bausparverträgen, Leasingfinanzierungen und Euro-Cards weiterhin mit großem Erfolg. Dabei ist insbesondere der vermehrte Abschluß von Lebensversicherungen für den Aufbau sowie die Stärkung der privaten Altersvorsorge hervorzuheben (doppelt soviel wie 1990). Auch das Immobilienvermittlungsgeschäft zeigt ständig steigende Zahlen.

Über 500  Interessenten wurden beraten. Dabei beeinflußte der Beschluß Bonn-Berlin das Geschäft nur unwesentlich. Lediglich acht Wochen lang war das Geschäft rückläufig. Über die Geldausgabe-Automaten in Oberpleis und Uckerath wurden 67000 Abhebungen mit einer Gesamtsumme von 17,8Millionen Mark abgewickelt. Ferner sind sechs Selbstbedienungs-Kontoauszugsdrucker in Betrieb. Der weitere Ausbau der Selbstbedienungs-Komponenten ist geplant, darunter ein weiterer Geldausgabeautomat in der neuen Geschäftsstelle in Ittenbach. Die Investitionen der Bank betrugen 1991 durch die Anschaffung von Büroeinrichtungen, Tresor- und Kundenmietfächern sowie Datenverarbeitungsanlagen insgesamt 1,1Millionen Mark. Investitionen in ähnlicher Größenordnung sind auch für 1992 geplant. Im Raiffeisenmarkt wurde 1991 ein Gesamtumsatz von 15,1 Millionen Mark (+ 5 Prozent) erzielt. Erfreulich waren die Umsatzsteigerungen bei den festen und flüssigen Brennstoffen (Heizöl und Briketts) mit 25 Prozent. Die Baustoffabteilung vermeldet nur eine Steigerung von einem Prozent. Der Umsatz im landwirtschaftlichen Bereich ging durch Betriebsaufgaben und Flächenstilllegungen geringfügig auf 3,4 Millionen oder fünf Prozent zurück. Im Rhein-Sieg-Kreis wurden 1388 Hektar stillgelegt, allein 1991 740 Hektar.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 5 vom 30.01.1992; Foto und Bericht: Günther Steeg
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
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