Aufnahme: 1992
Ehrung bei der Raiffeisenbank, v .1.: Ulrich Kunze, Michael Wolter und Karl-Wilhelm Dahs
Astronaut Ulf Merbold in Oberpleis - Generalversammlung der Raiffeisenbank.
st. Über 600 Mitglieder und Kunden der Oberpleiser Raiffeisenbank waren zur Generalversammlung in die Aula des Oberpleiser Schulzentrums gekommen. Der gute Besuch hatte seinen Grund: Die Bankleitung hatte zur Auflockerung der nüchternen Bilanzzahlen den Weltraumfahrer Dr. Ulf Merbold eingeladen, der einen Dia- und Filmvortrag über seine Erlebnisse beim Weltraumflug zeigte. Merbold war zweimal im All, das letzte Mal im Januar dieses Jahres. In einer Woche hatte er mit seinen sieben Kolleginnen und Kollegen 137-mal die Erde umkreist, alle 1 1/2 Stunden, mit einer Geschwindigkeit von 27000 km/h. Merbold zeigte Dias von Erdansichten aus etwa 300 Kilometer Höhe. Nach der Versammlung gab er zahlreiche Autogramme. Dieter Diether von der Westdeutschen Genossenschaftszentralbank in Düsseldorf referierte zuvor über das neue Zinsabschlagsteuergesetz. Für ihre 50-jährige Mitgliedschaft wurden von Bankdirektor Ulrich Kunze und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Bernd-Wilhelm Dahs Maria Landsberg und Michael Wolter geehrt. Sie erhielten Urkunden, Ehrennadeln und Blumen. Dahs teilte mit, daß in diesem Jahr turnusmäßig die Vertreter für die Vertreterversammlung gewählt werden.
Der Wahlausschuß bereitet derzeit die Wahlen vor. Dann berichtete Ulrich Kunze über das Geschäftsjahr 1991. Das Jahr brachte für die Raiffeisenbank Oberpleis wiederum überdurchschnittliche Steigerungsraten. Besonders erfreulich entwickelte sich das Einlagengeschäft. Die Einlagen erhöhten sich um stolze 8,7 Prozent auf 249,6 Millionen DM. Auch das Wertpapiergeschäft führte zu neuen Rekordergebnissen. Insgesamt erteilten die Kunden Wertpapieraufträge von 27,7 Millionen DM. Auf den Wertpapierdepots der Kunden befanden sich Ende 1991 mehr als 27 Millionen DM. Die Ausleihungen an die Kunden stiegen im Jahr 1991verhalten um 3,9 Millionen auf 147,3 Millionen DM. Allerdings führten dabei erhebliche Sondertilgungen der Kreditnehmer und Ablösungen durch fällige Bausparverträge zu Rückflüssen von insgesamt 40 Millionen DM, die durch Neukredite kompensiert werden mußten.
Die Bilanz schloß zum 31. Dezember 1991 mit einer Summe von 277,9 Millionen DM. Dies entspricht einer Steigerung von .18,4 Millionen DM oder 7,1 Prozent. Das Geschäftsvolumen umfaßt neben der Bilanzsumme die weitergegebenen Wechsel sowie die Verbindlichkeiten aus Bürgschaften. Es belief sich zum Jahresende 1991 auf 287,4 Millionen DM. Auch der Warenbereich erreichte die gesetzten Unternehmensziele. Die Umsätze mit klassischen landwirtschaftlichen Artikeln waren aus strukturbedingten Gründen wiederum leicht rückläufig. Dafür konnten die Verkaufserlöse mit Brennstoffen Teil erheblich ausgeweitet werden. Die Ertragskraft des Unternehmens ermöglichte neben einer angemessenen Stärkung des Eigenkapitals eine Dividendenausschüttung mit einer Rendite von 9,36 Prozent.
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