Darum stoppen die Pfadfinder ihre Altkleidersammlung in Oberpleis

Abgebildete Personen

Aufnahme: 2026

Darum stoppen die Pfadfinder ihre Altkleidersammlung in Oberpleis

In Oberpleis endet eine Tradition: Seit über 20 Jahren sammeln Pfadfinder in der Königswinterer Bergregion Altkleider zur Finanzierung ihrer Jugendarbeit. Nun ist Schluss. Das sind die Gründe. Sie ist in der Bergregion so etwas wie eine Institution: die in der Regel zweimal jährlich stattfindende Altkleidersammlung der DPSG Pfadfinder aus Oberpleis und Ittenbach sowie der Messdiener aus Thomasberg und Heisterbacherrott (vormals Pfadfinder Heisterbacherrott). In vielen Haushalten wird das, was man nicht mehr trägt, eigens über Wochen oder gar Monate gesammelt, um es dann im Frühling oder Herbst den Pfadfindern zu spenden – da der Erlös aus dem Verkauf der Altkleider in die Finanzierung der Jugendarbeit im Ort fließt. 

In Oberpleis sammeln die Pfadfinder zusätzlich gut erhaltene Kinderkleidung für eine Kleiderstube in Köln-Vingst. Sie kommt dort Jungen und Mädchen zugute, deren Eltern sich schlicht und einfach keine Neuware leisten können. Die Altkleidersammlung ist also eine echte Win-win-Situation für alle Seiten. Doch damit wird künftig Schluss sein. Am Samstag, 25. April, soll die vorerst letzte Altkleidersammlung stattfinden – zumindest in Oberpleis. „Aus wirtschaftlichen Gründen“, wie es auf dem Flyer heißt, der dieser Tage in vielen Briefkästen steckte.

Preis sinkt, Gebühren bleiben 

Tatsache ist: Altkleider sind immer weniger wert, entsprechend niedrig sind die Preise, die man beim Verkauf erzielen kann. „Das Problem sind vor allem die vielen Billigklamotten, die nicht mehr weiterverwendet werden können“, erklärt Susanne Lehmann, die die Sammlung der Pfadfinder seit mehr als 20 Jahren organisiert. „Als wir mit der Sammlung angefangen haben, haben wir pro Tonne Altkleider noch 450 Euro erhalten. Mittlerweile sind es unter 100 Euro.“ Und der Preis sinke von Monat zu Monat weiter. „Zusätzlich haben wir ja auch noch Gebühren, die wir bezahlen müssen, unter anderem für die Versicherung.“ Der ganze Aufwand rechne sich daher einfach nicht mehr, so Lehmann. Für die Pfadfinder keine einfache Entscheidung, da die Einnahmen bislang ein wichtiger Beitrag zur Finanzierung ihrer ehrenamtlichen Arbeit waren.

Zum vollständigen Bericht im General-Anzeiger - siehe Link unten.

Quelle
General-Anzeiger vom 22.04.2026, Foto: Frank Homann; Bericht: Gabriele Quarg Zum vollständigen Bericht im General-Anzeiger
Räume & Galerien
Presseberichte Presseberichte 3 (ab 2001) Vereine
Aufrufe
52

Etwas zu ergänzen?

Kennen Sie abgebildete Personen, das Jahr oder Hintergründe zu diesem Bild? Schicken Sie uns einen Hinweis – wir prüfen ihn und ergänzen das Objekt.