Seit 30 Jahren im Aufsichtsrat - Raiffeisenbank legte Bilanz vor

Aufnahme: 1991

Seit 30 Jahren im Aufsichtsrat - Raiffeisenbank legte Bilanz vor

Wieder- und neugewählt in den Aufsichtsrat der Raiffeisenbank, v.l.: Gottfried Muß, Georg Löbach, Bernd-Wilhelm Dahs und Hans-Theo Wallau.
 
st. 30 Jahre ist nunmehr Bernd­ Wilhelm Dahs im Aufsichtsrat der Raiffeisenbank Oberpleis, davon seit 16 Jahren Aufsichtsratsvorsitzender. Gottfried Muß wurde 1965 in den Aufsichtsrat der damaligen Uckerather Raiffeisenbank gewählt und ist seit der Fusion mit der Oberpleiser Bank stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender. Georg Löbach wurde vor 20 Jahren in den Aufsichtsrat berufen. Alle drei schieden turnusmäßig aus, wurden jedoch bei der Vertreterversammlung in der Uckerather Gaststätte „Landsknecht" einstimmig wiedergewählt. Neu in den Aufsichtsrat kam Hans-Theo Wallau aus Uckerath. Ihnen allen überreichte Direktor Ulrich Kunze Blumenangebinde. Die günstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich nach den Worten von Kunze in seinem Vorstandsbericht positiv niedergeschlagen. Im Jahr des l00-jährigen Bestehens der Bank 1990 sei ein guter Schritt nach vorne gemacht worden. Der Erfolg eines Kreditinstitutes werde insbesondere an den Steigerungsraten der Ausleihungen, der Einlagen und des Geschäftsvolumens gemessen, betonte Kunze. In allen vorgenannten Bereichen erzielte die Raiffeisenbank Zusatzraten, die über denen der Genossenschaftsbanken im Rheinland liegen.

Besonders erfreulich sei die Ausweitung der Ausleihungen um 8,1 Prozent. Die Einlagen erhöhten sich um sieben Prozent und die Zuwachsrate des Geschäftsvolumens beläuft sich ebenfalls auf 8,1 Prozent. Die Bilanz schloß am 31. Dezember 1990 mit einer Summe von 259,5 Millionen DM. Dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung von 18,6 Millionen DM oder 7,7 Prozent. 270 Millionen DM betrug das Geschäftsvolumen zum Jahresende 1990. Gottfried Muß erstattete den Bericht des Aufsichtsrates. Die gesetzliche Prüfung wurde durch den Genossenschaftsverband Rheinland durchgeführt. Einstimmig wurden der Jahresabschluß und die Verwendung des Jahresüberschusses 1990 genehmigt. Die Verwaltung hatte die Ausschüttung einer Nettodividende von fünf Prozent zuzüglich eines Bonus von einem Prozent vorgeschlagen. Das entspricht einer Rendite, einschließlich der Körperschaftssteuer, von 9,36 Prozent = 154735 DM. Den gesetzlichen Rücklagen und den anderen Ergebnisrücklagen werden je, 221148 DM zugewiesen. Vorstand und Aufsichtsrat wurden einstimmig entlastet. Die Mitgliederversammlung wurde auf den 10. Oktober in der Aula des Schulzentrums Oberpleis terminiert.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 19 vom 08.05.1991; Foto und Text: Günther Steeg
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
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