Aufnahme: 1989
Offene Tür bei Möbel-Brune
st. Wer achtlos an der Möbelfabrik Brune in Oberpleis vorbeifährt, erkennt nicht die Größe und Mannigfaltigkeit der Produktion dieser weithin bekannten Firma. So waren denn die hunderte von interessierten Besuchern, die zum Tag der offenen Tür gekommen waren, mehr als erstaunt, als sie durch die weiträumigen Produktionshallen geführt wurden. Zum ersten Male in ihrer mehr als 40-jährigen Geschichte hatte die Geschäftsführung der Firma Türen und Tore für die Bevölkerung weit geöffnet. Heinz-Wolfgang Brune, der Sohn des Gründers, ist als Geschäftsführer seit 1983 der Chef der Brune-Werke. Er führte dann auch mit seinen Mitarbeitern die Besucher durch die mehrstöckigen Gebäude vom Anlieferungsraum der Materialien bis zum Ausstellungsraum. Tische und Stühle sind das Produktionsmerkmal der Firma. Diese Möbel mit international hohen Qualitätsanforderungen können nur von Spezialisten realisiert werden, betonte Heinz-Wolfgang Brune. Die jahrzehntelange Erfahrung der Firma Brune biete dem Kunden die Sicherheit, immer optimal bedient zu werden. Brune-Tische und Stühle sind hunderttausendfach im Einsatz und ein Spiegelbild der Qualität, sagte Brune bei der fast zweistündigen Führung. Die Verarbeitung von hochwertigen Materialien sei eine Selbstverständlichkeit. Modernste Produktionsanlagen ermöglichen das gute Preis-Leitungsverhältnis.
Das Bestreben, den Kunden mit all seinen Wünschen bedienen zu können, ist ebenso großes Anliegen wie eine breit gefächerte Serienproduktion. 1945 gründete Heinrich Brune das Unternehmen, das schrittweise zu der Größenordnung herangewachsen ist, die heute eine umfassende Produktionskapazität darstellt. Was einmal in bescheidenem Maße auf etwa 30 qm begonnen hat, ist heute auf 33000 qm herangewachsen. Zu der zweiten Generation gehört auch der Schwiegersohn des Gründers, der Architekt und Designer des Hauses Brune, Gerd Rauch. Er entwarf die meisten Modellreihen des Gesamtprogramms. Ein ausgesuchtes Team steht zur Mitarbeit bereit. Eine komplette Stahlfertigung, eine komplette Holzfertigung mit eigener Trocknung, zweigleisig für die Massivholzverarbeitung und für die Plattenfertigung und eine umfangreiche Näherei und Polsterei mil 181 verschiedenen Farben und Mustern befinden sich in den Brune-Räumen. Eigene Lackierstraßen sowie eine vollautomatische Verchromungsanlage sind die Voraussetzungen für ein einwandfreies Oberflächenfinish.
In Oberpleis lief die Produktion 1958 in einem gemieteten Kinosaal an. 1959 wurde der Bau auf dem jetzigen Firmengelände begonnen. Die Produktion begann mit Eckbänken für den Küchen- und Wohnbereich. Ab Mitte der 60er Jahre wurde die Produktion auf Objektmöbel verlagert. Dazu gehören Stapelstühle, Drehstühle, Konferenzstühle und Konferenzsessel sowie die dazu passenden Tische. Mehr als 250 Mitarbeiter verdienen bei Brune ihre Brötchen. Ausstellungsräume hat die Firma Brune in Deutschland in München, Nürnberg, Walsrode und Berlin sowie im Ausland in·London, Paris und in Zwammerdam in Holland. Bürgermeister Günter Hank sprach seine Bewunderung darüber aus, was in den letzten 30 Jahren in Oberpleis aus dem Boden gestampft wurde. Die Firma Brune sei der drittbeste Gewerbesteuerzahler der Stadt. An die Firma Brune richtete er die Bitte, den Markt mit China zu eröffnen und verriet, daß im neuen Rathaus in Oberpleis die Beamten und Angestellten und die Ratsmitglieder auf Brune-Stühle sitzen. Hank freute sich auch über die Tatsache, daß die Angestellten, Lehrlinge, Frauen und Ausländer gesicherte Arbeitsplätze haben.
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