Aufnahme: 1985
Rudi Carell im Siebengebirge - Künstler gestalteten Ziehungsabend des Sparkassenverbandes
Rudi Carell mit einer Besucherin im humorvollen Dialog.
gst. „Zum ersten Male bin ich im, Verflixten Sieben-Gebirge'", meinte Rudi Carell zur Begrüßung in der Oberpleiser Schulaula. In seiner charmanten Art führte er als Moderator durch eine öffentliche Veranstaltung der Kreissparkasse. Die öffentliche Ziehung der Gewinnzahlen im „Ps-Sparen und Gewinnen", veranstaltet vom Rheinischen Sparkassen- und Giroverband unter Mitwirkung der Kreissparkasse in Siegburg, fand erstmals im Gebiet der Stadt Königswinter statt. Seiner launigen Einleitung fügte Carell gleich hinzu, daß das Siebengebirge eine schöne Gegend sei und die „Pleeser" besonders nett seien. Davon habe er sich in den wenigen Stunden, die er nun in Oberpleis sei, überzeugen können. Mehr als 800 Personen füllten die Aula bis auf den letzten Platz. Der Eintrittspreis betrug 7 DM. Fünf Mark davon stiftete die Kreissparkasse für einen guten Zweck. So konnten Rudi Carell, Direktor Rudolf Schreiber, Bezirksdirektor Herbert Krämer und der Leiter der örtlichen Kasse, Willi Sülzen, Ahlerich Bussenius von der Behinderten Sportgemeinschaft 4000 DM überreichen.
Paul Spiegel vom Rheinischen Sparkassen- und Giroverband sprach die erste Ansage und übergab die Leitung des Abends dem beliebten Fernsehunterhalter Carell, der an diesem Abend auch seine bekanntesten Lieder vortrug. Er konnte an diesem Tag aber auch ein Jubiläum feiern: Genau vor 20 Jahren, am 21. Oktober 1985, begann seine Karriere im Deutschen Fernsehen. In Oberpleis setzte sich der 50-jährige Showmaster auf der Bühne auf eine Gartenbank und sang dabei sein erstes Erfolgslied „Kompliment an eine Frau". Eine Besucherin komplimentierte er dabei aus dem Saal auf die Bühne. Beide tranken Brüderschaft und Rudi Carell schenkte ihr ein Buch, von ihm geschrieben und mit einer Widmung versehen. Der Beifall galt der so zu Ehren gekommenen Besucherin, als sie erzählte, daß sie aus Posen stamme, das Oberpleiser Land aber zur zweiten Heimat erkoren habe und nun 82 Jahre alt sei.
Weinkönigin Ute II. (Pützstück) aus Oberdollendorf, die die Gewinnzahlen zog, stand Rudi Carell Rede und Antwort über den Dollendorfer Rebensaft und erklärte, daß man diesen eingefangenen Sonnenschein ohne weiteres trinken könne, er sei frostschutzmittelfrei. Ein vierblättriges Kleeblatt und zahlreiche Glückszahlen schmückten die Bühne der Aula, als Ute II. unter der Leitung von Ingrid Mierau vom Sparkassenverband und der Jury die Gewinn zahlen zog. Fünf Millionen Lose waren verkauft worden und Gewinne von sieben Millionen DM wurden auf die Gewinner ausgeschüttet. Eine Million DM werden einem sozialen Fonds zugewiesen. Inhaber der Lose mit der Endziffer 5 erhalten Gewinne in Höhe von fünf Mark. Auf die Lose mit den Endziffern 16 und 26 entfallen Zehn-DM-Gewinne. 20 DM gibt es auf die Endziffern 961, 131, 345, 375 und 591. Die Endziffern 118 und 209 bringen SO-DM-Gewinn. Dann wuchs die Spannung, als Ute die Gewinnzahl für die 1000-DM-Gewinne zog: 5774. 55-mal gab es dann 10000 DM auf die Lose mit den Endziffern 09682. Und dann wurde es mucksmäuschenstill, als Ingrid Mierau die Weinkönigin aufforderte, das Los für den 100000-DM-Gewinn zu ziehen: 202688.
Rudi Carell hatte auch einige Spiele mit Damen und Ehepaaren vorbereitet, bei denen es um Übereinstimmung ging. Als Preise hatte die Kreissparkasse Haushaltsgeräte gestiftet. 100 DM überreichte Carell einer jungen Dame, die an diesem Nachmittag Geburtstag hatte. Tosenden Beifall spendete das aufgeschlossene Publikum auch dem Schlagerduo Cindy und Bert, das nicht nur Volkslieder, sondern auch amerikanische Rhythmen vortrug, den „Ward-Brothers" aus Schottland für ihren umwerfenden Humor und dem Schweizer Musical-Clown Tessy. Musikalisch gestaltet wurde die Veranstaltung auch noch von den „Jolly Jokers".
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