Im Juli 1984 neues Freizeitzentrum

Aufnahme: 1983

Im Juli 1984 neues Freizeitzentrum

Die Siebengebirgs-Zeitung berichtete:

gst. Schon im nächsten Jahr soll das neue Freizeitzentrum in Oberpleis fertig sein. Es entsteht zurzeit am Oberpleiser Freibad auf Initiative zweier Privatleute: Hans und Wilfried Rösgen. Am Silvestertag des vergangenen Jahres haben sie bereits das Freibad von der Stadt Königswinter übernommen. In dem Vertrag musste versichert werden, dass die Eintrittspreise für das Freibad nicht erhöht werden. Vertraglich wurde auch geregelt, dass die neuen Betreiber das Bad in den Monaten Juni, Juli und August offen zu halten haben. Doch die Rösgens haben das Angebot der Stadt nur deswegen angenommen, weil sie beabsichtigten, zwischen der bereits bestehenden Tennishalle, die Hans und Wilfried Rösgen gehört, und dem am Waldrand gelegenen Bad ein neues Freizeitzentrum zu schaffen, das nach Fertigstellung im Juli des kommenden Jahres allen Bürgern aus Nah und Fern zur Benutzung offen steht.

In Angliederung an die Tennishalle wird eine ganz moderne Saunaanlage erstellt. Auf 3100 qm neuer Nutzfläche und 9400 cbm umbautem Raum sind geplant: Büro, Rezeption, Sport- und Freizeitgeschäft, Kosmetik- und Bräunungsinstitut. Dem Saunabereich im Erdgeschoss mit Umkleidezone und einer Vorreinigung mit 12 Duschen schließt sich die Saunastraße mit drei Saunen, zwei Tauchbecken, Kaltduschen, Fußbädern und Ruhezonen an. Daran anschließend entsteht der Nassbereich mit zwei sogenannten „Whirl-Pools", das sind Heißböden mit 38 Grad Wassermassage, biologischen Becken, einer Dampfsauna und einem Hallenbad, dessen Dach im Sommer geöffnet werden kann, so dass es dann als zusätzliches Freibad dient. Die Fortsetzung dieses Traktes bildet die medizinische Bäder- und Massageanstalt. Für Krankenkassenkunden wird hinter der Giebel wand ein separater Eingang eingerichtet.

Im Obergeschoss wird sich die Ruhezone befinden mit Sonnenstrahlern und Sonnenwiese. Neben den Sonnenbänken wird eine 300 qm große Liegeterrasse zur Ruhe einladen. Der Besucher kann von diesem Trakt aus direkt in den Gaststättenbereich. Die bestehende Gaststätte der Tennishalle wird einschließlich der Terrasse erweitert. Beide Gaststätten mit insgesamt 420 qm Nutzfläche können auch für Großveranstaltungen genutzt werden. In der weiteren Ausbauphase wird das Freibad modernisiert. Hans und Wilfried Rösgen sind der Meinung, dass die neue Anlage eines der schönsten, aber auch natürlichsten Freizeitzentren weit und breit sein wird.

Nach der Fertigstellung steht der Öffentlichkeit auf etwa 5800 qm bebauten Raumes und 17000 qm Freifläche ein optimales Freizeitangebot zur Verfügung. Die Rösgens wünschen, dass dieses Objekt auch weit über die Grenzen der Stadt Königswinter hinaus bekannt wird. Die Bauzeit wird wegen der günstigen Bauphase auf nur ein Jahr geschätzt. Die Kosten betragen etwa zwei Millionen DM. Hans und Wilfried Rösgen wollen das Objekt aus Eigenmitteln und über Kredite finanzieren. Sie hoffen, dass sich die gesamte Anlage in etwa zehn Jahren amortisiert hat. Den Bau errichten die Architekten Ernst Nachtsheim aus Königswinter und Ludwig Otto aus Oberpleis. Die Bauherren haben noch eine Bitte an die Befürworter des Bauobjektes: Brauchbare andere Vorschläge für den Rahmen der neuen Freizeitanlage können noch eingereicht und dann eventuell berücksichtigt werden. An der Kasse des Freibades liegen entsprechende Vordrucke bereit, auf denen man seine Wünsche und Anregungen niederlegen kann.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 34 vom 25. 08.1983
Zur Verfügung gestellt von
Paul Winterscheidt
Räume & Galerien
Freizeitzentrum Siebengebirge Gewerbe Presseberichte Presseberichte 1 (bis 1989)
Aufrufe
1355

Etwas zu ergänzen?

Kennen Sie abgebildete Personen, das Jahr oder Hintergründe zu diesem Bild? Schicken Sie uns einen Hinweis – wir prüfen ihn und ergänzen das Objekt.