Eine Bibel für die Kreissparkasse

Aufnahme: 1980

Eine Bibel für die Kreissparkasse

Architekt Werner Schulz überreicht Vorstandsmitglied Werner Stöcker und Filialleiter Eberhard Bialkowski einen Keramikteller für die Ausgestaltung der neuen Sparkasse. Rechts Bezirksdirektor Herbert Krämer.

"Die Kirche hat auch mit Geld zu tun", sagte der evangelische Pfarrer Horst Dieter Finke bei der Einweihung des Um- Erweiterungs- und Anbaues der Kreissparkasse Oberpleis. Die protestantische Kirche kennt keine Einweihungsgebete für Gebäude. Daher habe er zur Feier eine Bibel mitgebracht. Pfarrer Finke überreichte sie dem Vorstandsmitglied Werner Stöcker. In Mußestunden mögen die Angestellten der Kasse darin lesen, meinte der Pfarrer. Pfarrer Willi Müller von SL Pankratius sprach die kirchlichen Segensgebete über das Gebäude. Vorstandsmitglied Werner Stöcker hatte zu Beginn der kurzen Feierstunde zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft. Kultur und Vereinen begrüßt. Architekt Werner Schulz gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß während der Bauzeit kein einziger Unfall passierte. Er dankte der Belegschaft, daß sie während der Bauzeit weitergearbeitet und die Belästigungen, sei es Krach oder Staub, in Kauf genommen hat. Symbolisch überreichte er dem Vorstandsmitglied Werner Stöcker die Schlüssel des Hauses, die Stöcker an den Filialleiter Eberhard Bialkoski weitergab. Zur Ausschmückung der Räume und zur Erbauung der Angestellten überreichte der Architekt einen riesigen Keramikteller.

Bürgermeister Hank betonte in seiner Ansprache, da8 ein Bürgermeister zwei Pflichten habe: Ratssitzungen zu leiten und zu repräsentieren. Zu der zweiten Aufgabe sei er nun nach Oberpleis gekommen, nicht mit leeren Händen. Gerade in den letzten Tagen habe er Inflationsgeld, auch von der Stadt Königswinter gefunden. Einige Scheine hat der Bürgermeister einrahmen lassen und sie Eberhard Bialkowski als Geschenk überreicht. Bei der Oberreichung meinte der Bürgermeister humorvoll: Wenn Sie das nicht mögen, nehme ich das Geld wieder mit, dann bekommt es die Volksbank. Hank lobte in seiner Rede die Leitung: Der Kreissparkasse, die in einem Langzeitprogramm in fast allen Stadtteilen neue Zweigstellen oder Neubauten errichtet haben. So wurde erst vor einigen Monaten ein Neubau in Stieldorf eingeweiht, jetzt in Oberpleis und in Kürze in Ittenbach. Damit würde die Kasse auch mehr im Bergbereich tun als im Talbereich.  Denn erst nach lttenbach kommt Niederdollendorf dran und dann erst die Altstadt. Im Übrigen passe sich der Umbau hier in Oberpleis bestens in die Landschaft ein.

Hank sagte, da8 entgegen Nachbarstädten die Stadt Königswinter keine eigene Stadtsparkasse hat. Das sei auch gut so, betonte er, denn dann würde diese Kasse zu einem Selbstbedienungsladen. Früher hatte die Stadt mal."so ein Ding". Doch die ging später in die Kreissparkasse über. Bezirksdirektor Herbert Krämer teilte in seiner Ansprache mit, daß die erste Kreissparkasse in Oberpleis 1914 eingerichtet wurde, zweimal fanden Umbauten statt. Am vergangenen Sonntag hatte die interessierte Bevölkerung ausgiebig die Gelegenheit genutzt, sich in den Sparkassenräumen umzusehen. Der Leiter der Kreissparkasse Oberpleis, Eberhard Bialkowki und seine Mannschaft bemühten sich eifrig um jedem Besucher. Alle, Groß und Klein, konnten eine kleine Aufmerksamkeit mit nach Hause nehmen. Die Kleinen erhielten einen Luftballon, die Jugend schicke rote Ballmützen und die Erwachsenen Erinnerungstellerchen mit einer Abbildung des Oberpleiser Ortszentrums im Jahre 1910 sowie ein Freilos. Unter den Klängen des Tambourkorps der Freiwilligen Feuerwehr Uthweiler und des Tambourkorps "Rot-Blau-Auelgau" genoß eine große Zahl von Besuchern ein kühles Bier oder ein alkoholfreies Erfrischungsgetränk.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 18 vom 02.05.1980; Foto und Bericht: Günther Steeg
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
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Kreissparkasse Oberpleis Gewerbe Presseberichte Presseberichte 1 (bis 1989)
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