Aufnahme: 1980
Bankneubau auch in Kuchenform - Richtfest der Raiffeisenbank an der Dollendorfer Straße
„Fest gemauert in der Erden steht zu Plees die neue Raiffeisenbank, heute soll Richtfest gefeiert werden, frisch Gesellen seid zur Hand. So begann Zimmerpolier Friedrich Jung seinen Richtspruch hoch oben auf dem Dach neben dem bunten Richtbaum. Auf das Gelingen des Baues der neuen Raiffeisenbank an der Dollendorfer Straße in Oberpleis leerte der Polier ein Schnapsglas und zertrümmerte es auf dem künftigen Speicherboden. Bankdirektor Theodor Schleder begrüßte nach diesem Richtspruch die Gästeschar und betonte, daß nach vielen Jahren der Planungen vor rund neun Monaten mit dem Bau des neuen Bankgebäudes in Oberpleis begonnen werden konnte. Am 20. Juni wurde der Rohbau abgenommen. Nach starken Regenschauern kam die Sonne hervor, als dieser Tage Richtfest gefeiert wurde, in Anwesenheit von Vorstand, Aufsichtsrat, Angestellten und Bauleuten. Der stattliche Rohbau lasse erkennen, daß der Bankneubau nach Fertigstellung eine Bereicherung des Ortsbildes darstelle, führte Sehleder aus. Er dankte den Handwerkern und dem Architekten Karl-Heinz Görres für die gelungene Arbeit.
Durch das weitere Wachstum der Bank sei ein ordentliches Arbeiten und Bedienen der Kundschaft im alten Bankgebäude an der Herresbacher Straße kaum noch möglich und zumutbar. Die Bank habe jetzt, so Schleder, ein Bilanzvolumen von 94 Millionen DM und beschäftigt 56 Mitarbeiter. Täglich werden bis zu 600 Kunden in dem engen Schalterraum bedient. Maria Wybenga, Angestellte der Bank, überreichte der Geschäftsleitung einen Kuchen, der das Bankgebäude im Modell trefflich darstellte. Beim anschließenden Richtschmaus, serviert von den weiblichen Angestellten im Schallerraum der jetzigen Bank, erklärte Architekt Karl-Heinz Görres, daß nun Halbzeit für den Neubau sei, denn im Januar 1981 werde der Neubau seiner Bestimmung übergeben wenden.
Es entstehe nicht nur ein sehr zweckmäßiger Bau, sondern auch die Inneneinrichtung werde aus den modernsten Möbeln bestehen. Es wird dann eine Freude sein, in der neuen Bank zu arbeiten, meinte der Architekt. Mit dem Bau halte die Bauleitung zwei Firmen aus Heisterbacherrott und Bad Honnef beauftragt. Karl Meurer von der Heisterbacherrotter Baufirma überreichte als äußeres Zeichen der guten, Zusammenarbeit ein Fotoalbum mit Bildern aus der gesamten Bauphase. Für den Bankneubau mußten 6400 Kubikmeter Erde ausgehoben werden. 800 Wagenladungen mußten abtransportiert werden. 2.200 Kubikmeter Füllkies sind verarbeitet worden. Zudem wurden 92 Tonnen Baustahl benötigt. gst.
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