Grundsteinlegung zum Neubau der Raiffeisenbank

Aufnahme: 1979

Grundsteinlegung zum Neubau der Raiffeisenbank

"Grundsteinlegung zum Neubau der Raiffeisenbank
In wenigen Monaten wird die Raiffeisenbank Siebengebirge Oberpleis 90 Jahre alt. In diesem Jubiläumsjahr, so hofft die Geschäftsleitung der Bank, wird der Neubau in Betrieb genommen, zu dem jetzt bei kaltem Wetter der Grundstein gelegt werden konnte. Aufsichtsratsvorsitzender Fritz Müller verlas die Urkunde, die er dann in den Grundstein einmauerte. Darin, heißt es unter anderem, dass die anfängliche Leitung in den Händen des Mitbegründers der Bank, Matthias Bellinghausen, genannt 'Post-Mattes-Hein' aus Oberpleis lag. In einem von ihm zur Verfügung gestellten Raum in Oberpleis, Dollendorfer Straße, wurden die Bankgeschäfte getätigt. Der erste Bankbau erfolgte im Jahre 1928 an der Ecke Herresbacher- und Königswinterer Straße. Nach 41-jähriger Tätigkeit als Rendant übergab Matthias Bellinghausen die Leitung an seinen Sohn Christian, genannt 'Post-Mattes-Christ'.

Unter der späteren Leitung von Johann Quirrenbach aus Berghausen ab 1953 und Theodor Schleder ab 1962 wurde das Bankgebäude in den Jahren 1956 und 1965 erweitert. Durch die stetige Aufwärtsentwicklung, vor allen Dingen in den letzten 25 Jahren, wurde der Neubau dringend erforderlich. Die Bank hat heute eine Bilanzsumme von 87 Millionen DM. Der Warenumsatz beträgt jährlich über sieben Millionen DM. Es werden 54 Mitarbeiter beschäftigt. Am Schluss der Urkunde geben Vorstand und Aufsichtsrat der Hoffnung Ausdruck, dass dieser Bankneubau die Voraussetzung schafft, in Zukunft noch mehr Menschen Arbeit und Brot zu geben und darüber hinaus zum Wohle und Fortschritt der heimischen Bevölkerung, aber auch den Unternehmen dienen möge. Der Urkunde wurde für die Nachwelt eine Festschrift vom 75- jährigen Jubiläum der Bank im Jahre 1965, ein Geschäftsbericht von 1978 und die zurzeit gültigen Hartgeldstücke der DM-Währung beigefügt.

Direktor Theodor Schleder ging in seiner Begrüßungsansprache auf die fast 90-jährige Geschichte der Bank ein und schilderte die stolze Aufwärtsentwicklung. Zehn Jahre wurde ein neues Grundstück für ein neues Gebäude gesucht. Es boten sich dann sieben Möglichkeiten an. Doch überall erwiesen sich die Verhandlungen als schwierig. Jetzt habe man eine Lösung an der Dollendorfer Straße gefunden. Dieser Neubau, so Schleder, entsteht auf drei Grundstücken. Der Kaufpreis habe ca. eine Million DM betragen. Doch die habe man schon verschmerzt. Das Grundstück ist rund 2 400 Quadratmeter groß. Auch für genügend Parkplätze sei gesorgt. Doch mit den Vorlagen der Architekten sei man nicht zufrieden gewesen. Man habe dann den Königswinterer Architekten Karl Heinz Görres beauftragt, eine Neukonzeption vorzunehmen. Sein Entwurf sei nach geringfügigen Änderungen angenommen worden. Dieser Neubau würde sich hervorragend dem Ortsbild anpassen, betonte Schleder. Auch sei die Wirtschaftlichkeit gewährleistet. Bürgermeister Günter Hank sprach die Hoffnung aus, dass dieser Neubau in der Pleismetropole bald vollendet werden könne zum Nutzen der Angestellten und der Kunden."

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 48 vom 30.11.1979
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller
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Raiffeisenbank Oberpleis Gewerbe Presseberichte Presseberichte 1 (bis 1989)
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