Ehrung bei der Raiffeisenbank

Aufnahme: 1974

Ehrung bei der Raiffeisenbank

"Josef Giesen, der auf der jüngsten Generalversammlung der Raiffeisenbank Siebengebirge 'in den Ruhestand trat', dankte für das Vertrauen der Mitglieder, die ihn im Alter von 45 Jahren vor 21 Jahren zum Vorstandsvorsitzenden berufen hatten. 'In guten und in bösen Stunden war die Kasse mit ein Halt, und ich habe versucht, stets zum Wohle der Genossenschaft zu arbeiten.' Friedrich Müller, Giesens Nachfolger, betonte in seiner Antrittsrede, dass auf ihn eine mannigfaltige Arbeit warte. So werde unter seiner Leitung in Kürze mit dem Neubau eines Bankgebäudes an der Dollendorfer Straße begonnen werden. Auch sei die Eröffnung einer Zweigstelle in Westerhausen geplant. Schließlich stehe die Umstellung auf Datenverarbeitung mit einer Direktverbindung zum Rechenzentrum in Köln bevor. Bürgermeister Hank, der der Versammlung beiwohnte, gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass sieben Prozent der Bevölkerung der Stadt Königswinter Mitglied der Raiffeisenbank seien und dass die Bilanz mit rd. 42 Millionen DM dem Haushalt und Vermögenshaushalt der Stadt entspreche. Mit Wehmut allerdings bekannte Hank, dass die Stadt in diesem Jahre etwa 4 Millionen DM weniger Gewerbesteuer einnehmen werde als veranschlagt. Seit 50 Jahren sind Johann Ottersbach aus Königswinter, Barbara Reuter aus Oberpleis und Johann de Bück aus Eudenbach Mitglieder der Bank. Sie wurden mit der silbernen Raiffeisenmedaille ausgezeichnet.

Warengeschäft war gut

Das Jahr 1973 brachte auch auf dem Warensektor der Raiffeisenbank Siebengebirge eine erfreuliche Entwicklung. Der Umsatz konnte gegenüber dem Jahr 1972 um 24 0/0 auf rund fünf Millionen DM gesteigert werden. Dies berichtete Geschäftsführer Renn auf der jüngsten Generalversammlung der Bank. Für diese ungewöhnlich hohe Umsatzsteigerung nannte Renn zwei wesentliche Gründe: die weltweite Verteuerung der Rohstoffe im zweiten Halbjahr 1973 und die Ausweitung des Kundenkreises, verursacht durch ein umfangreiches Warensortiment. Der Bruttogewinn stieg in gleicher Relation, erreichte aber mit 13,3 °/o prozentual nur die gleiche Höhe des Jahres 1972. Sehr bemerkenswert ist, dass die Gesamtkosten gegenüber 1972 nur um 6,9 0/0 auf 445 000,— DM stiegen. Umgeschlagen wurden 18 280 Tonnen, das sind bildlich gesprochen 731 Eisenbahnwaggons mit je 25 Tonnen. Diese Zahlen beweisen, dass die Bank ein arbeits- und lohnkostenintensiver Betrieb ist. Am Gesamtumsatz waren Heizöl, Diesel und Fette mit sechs Millionen Litern und 1 320 000,— DM am stärksten beteiligt. Es folgen Futtermittel mit 1825 Tonnen und 940 000,—, Baustoffe mit 3705 Tonnen und 879 000,—DM sowie Getreide mit 1675 Tonnen und DM 656 000,—. Düngemittel liegen an fünfter Stelle mit 2378 Tonnen und 560 000,— DM. Pro Arbeitstag wurden im Durchschnitt 67 der rund 90 Landwirte und 2 400 Warenkunden bedient. Renn betonte, dass die Bank ihre Kunden stets zufrieden stellend bedient habe. Das Jahr 1974 zeige jedoch in allen Sparten bisher einen mengenmäßigen Rückgang, dafür aber eine wertmäßige Steigerung."

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Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 27 vom 5 .Juli 1975
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller
Räume & Galerien
Raiffeisenbank Oberpleis Gewerbe Presseberichte Presseberichte 1 (bis 1989)
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