Aufregung um Alten Zoll in Oberpleis - Pächterin verkündet Schließung im Internet

Abgebildete Personen

Aufnahme: 2025

Aufregung um Alten Zoll in Oberpleis - Pächterin verkündet Schließung im Internet

Königswinter · Die Pächterin des Alten Zolls in Oberpleis, Soledad Sichert, schließt das Gasthaus Ende Januar – und damit deutlich früher als ursprünglich geplant. Auf einen Nachfolgevorschlag hatte die Eigentümerin WWG krankheitsbedingt nicht rechtzeitig reagiert. Die Pächterin des Alten Zolls in Oberpleis, Soledad Sichert, hat die Schließung des Gasthauses verkündet. Der Grund: Ihr Koch Benito Di Lorenzo geht vorzeitig in Rente. 

Mit einem Post in den sozialen Medien hat die Wirtin des Alten Zolls in Oberpleis zum Jahresstart für Aufregung gesorgt. Soledad Sichert verabschiedet sich dort bereits von ihren Gästen, die in den vergangenen fast sechs Jahren gerne bei ihr am Kirchplatz eingekehrt sind.

„Am 31. Januar endet eine spannende Etappe in meinem Leben. Aufgrund der Tatsache, dass sich die Gesundheit unseres Chefkochs Benito rapide verschlechtert hat und er dadurch nicht mehr als ein paar Stunden in der Küche stehen kann, habe ich sehr schnell handeln müssen. Ja, es kam anders als geplant“, teilt Sichert dort mit. Sie gehe dennoch extrem glücklich, zufrieden und vor allem sehr dankbar für alles, was sie habe erleben dürfen.

Pachtvertrag läuft eigentlich noch bis Sommer 2026 

Eigentlich sollte der Pachtvertrag erst nach sieben Jahren im Sommer 2026 enden. Bereits zu Beginn ihrer Tätigkeit hatte sie der städtischen Wirtschaftsförderungs- und Wohnungsbaugesellschaft (WWG) als Eigentümerin des Alten Zolls mitgeteilt, dass sie zu diesem Zeitpunkt aufhören wolle, weil ihr Koch Benito Di Lorenzo dann in Rente gehe. „Wir sind von Anfang an ein Team gewesen“, sagt Sichert.

Di Lorenzo ist seit seinem 15. Lebensjahr in dem Geschäft zu Hause. Nach der Kochlehre in seiner italienischen Heimat war er seit 1980 an Rhein und Sieg tätig. Sein Können stellte er unter anderem in der Friedrich-Naumann-Stiftung auf der Margarethenhöhe, auf der Bad Godesberger Cäcilienhöhe und in seinem eigenen Restaurant Amigo in Bonn-Kessenich unter Beweis. Nun hat sich seine gesundheitliche Verfassung jedoch so verschlechtert, dass er nicht mehr als drei Stunden in der Küche stehen kann und deshalb bereits Ende Januar in Rente geht.

Gastronomin hatte neues Konzept vorgelegt

Dem General-Anzeiger teilte Sichert auf Nachfrage mit, sie habe vorgesorgt, um am 1. Februar mit einem neuen Konzept weitermachen zu können. Bis zum 20. Dezember habe sie einen neuen Pachtvertrag gebraucht. Die WWG habe sich jedoch bis heute nicht geäußert. „Es ist einfach nichts passiert. Keine Mail, kein Anruf, kein Brief. Wie es weitergeht, kann ich nicht sagen“, so Sichert. Da das neue Konzept, um eine wirtschaftliche Fortführung des Alten Zolls ab dem 1. Februar zu sichern, nicht berücksichtigt worden sei, werde sie nun zum 31. Januar schließen.

Die Gastronomin hatte der WWG zwei junge Männer empfohlen, die den Alten Zoll weiterführen wollen. Die beiden würden alle Mitarbeiter, die weitermachen wollen, übernehmen und zusätzliche Köche mitbringen. Sichert selbst hätte unter der neuen Regie gerne weiter mitgearbeitet. Alle erforderlichen Unterlagen und das neue Konzept lägen der WWG vor. Darauf habe es jedoch keine Reaktion gegeben. „Nun sind wir aber nicht mehr im Rennen“, lautet ihre Schlussfolgerung.

Zu den vollständigen Berichten im General-Anzeiger - siehe Links unten

Quelle
General-Anzeiger vom 07.01.2025; Foto: Frank Hohman; Bericht: Hansjürgen Melzer Zum vollständigen Bericht im General-Anzeiger vom 07.01.2025 - Zum vollständigen Bericht im General-Anzeiger vom 17.01.2025
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