Aufnahme: 2025
Kreative Karnevalistinnen aus Bockeroth - Was das Damenkomitee „Mer sinn do“ besonders macht
Bockeroth · Wenn das Damenkomitee „Mir senn do“ aus Bockeroth zur Weibersitzung lädt, dann können die Besucher sicher sein: Hier ist alles eigenhändig kreiert. Die selbstverfassten Texte füllen ganze Mappen - und nehmen nicht nur so manches Ereignis aus dem Ort auf die Schippe. Was haben das an glorreichen Einfällen reiche Damenkomitee (DK) „Mir senn do“ Bockeroth und die als launisch verschriene Fußballdiva 1. FC Köln gemeinsam: Nun, sie sind beide anno 1948 und somit exakt vor jecken 77 Jahren gegründet worden, beide sind unumstritten Karnevalsverein und sie tragen gerne Rut und Wiess – die Bockerotherinnen allerdings keineswegs ausschließlich. Denn: Die Karnevalistinnen im Alter von 30 bis um die 60 Jahre lieben Abwechselung, was die Vielfalt ihrer Darbietungen angeht.
Ein sehr offensichtliches Merkmal unterscheidet allerdings die muntere feminine Komiteeriege aus dem Königswinterer Höhenort von den Domstadt-Kickern in kurzen Hosen: Bei „Mir senn do“ ist nichts eingekauft. Wenn die Damen über die volle Spielzeit von viereinhalb Stunden – gerne plus Verlängerung – auf der Bühne loslegen, ist jedes Verzällchen, jeder Sketch oder jede Tanzeinlage eigenhändig kreiert. Legitim wäre, schon für den Besuch einer Probe Eintritt zu verlangen: Im Saal der Gaststätte „Zum alten Gasthaus“ geht es munter zu, es wird viel gelacht, aber wer genau hinsieht, erkennt schnell, dass jede der elf Damen ihre Laufwege genauestens kennt.
„Auf die Männer, die heute nicht da sind“, ruft Helga Frank, Präsidentin des Damenkomitees „Mir senn do“ aus und erhebt ihr Kölschglas. Angestoßen wird beim kreativen Gedankenflug über die Abläufe der Weiberfastnachtssitzung schließlich mit Stil und Ironie zugleich. „Männer sind hier nur als Helfer gestattet – zum Aufbauen und zum Abbauen“, berichtet Helga Frank. „Es gab mal einen Mann, der versucht hat, sich zu unserer Sitzung einzuschleichen. Den haben wir aber trotz seiner aufwendigen Kostümierung erkannt, und der blieb dann vor der Türe.“ Vielstimmiges Gelächter erfüllt den Probenraum erneut.
Zum vollständigen Bericht im General-Anzeiger - siehe Link unten:
Etwas zu ergänzen?
Kennen Sie abgebildete Personen, das Jahr oder Hintergründe zu diesem Bild? Schicken Sie uns einen Hinweis – wir prüfen ihn und ergänzen das Objekt.