Aufnahme: 2025
Warum eine neue Beleuchtung im Schulzentrum ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz ist
Königswinter. · Die Summe macht`s: Wenn es um den Klimaschutz geht, erscheint manches banal. Dass das nicht stimmt, zeigen Änderungen im Schulzentrum in Königswinter-Oberpleis. Denn schon über eine Änderung der Beleuchtung wird dort ein großer Effekt erzielt. Was sich dahinter verbirgt:
st Klimaschutz bei Bauten immer spektakulär? Diese Frage mag Fabiano Pinto, Technischer Beigeordneter der Stadt Königswinter, mit einem klaren Nein beantworten. Das Aber folgt auf dem Fuße: Was nur auf den ersten Blick erst mal wenig „spektakulär“ wirkt, kann dennoch einen sehr großen Effekt bringen. Ein Beispiel dafür sind Umrüstungen, wie sie aktuell und in der Zukunft im Schulzentrum in Oberpleis umgesetzt werden. Schon die begonnenen Änderungen der Beleuchtung ergeben in Summe eine Einsparung an Energie, die es in sich hat: Rund 88.000 Kilowattstunden Strom werden durch den Einsatz von LED demnächst im Jahr gespart – ein Minus von gut der Hälfte gegenüber dem alten „Zustand“, ein sich mittel- bis langfristig amortisierendes Plus auch für die Stadtkasse, vor allem aber für den Klimaschutz.
Von den 3500 im Schulzentrum vorhandenen Leuchten in den rund 500 Klassen-, Neben- und Funktionsräumen sind bereits 1900 auf LED-Technik umgerüstet, hieß es jetzt bei der Vorstellung des Gesamtprojektes an Ort und Stelle, bei der auch Bürgermeister Lutz Wagner auf die Leiter kletterte, um Hand anzulegen. Der Rest folgt nun. Für das Projekt, das neben dem Klimaschutz auch auf das Budget der Stadt und nicht zuletzt auf das Wohlbefinden der Nutzer im Schulzentrum einzahlt, wird selbstredend auch einiges an Geld investiert: Durchgeführt wird das von der Politik 2022 und 2023 beschlossene Projekt mit einem Umfang von 1,6 Millionen Euro dabei vom regionalen Partner Westerwald Elektrotechnik.
Austausch im kompletten Schulzentrum kostet 1,6 Millionen Euro
Dabei werden nicht nur die Leuchtmittel ausgetauscht, sondern auch die Steuerung der Beleuchtung angepasst. „Die Helligkeit ist steuerbar, es gibt eine tageslichtanhängige und automatische Anpassung sowie Präsenzmelder“, erläuterte Pinto die neue „Lichtquelle“. Das Ergebnis sei eine angenehmere Lichtfarbe und bessere Ausleuchtung, betonte auch Schulleiter Michael Fröhlich. Das sei bereits jetzt spürbar.
„Mit der Einsparung von 88.000 Kilowattstunden CO2 im Jahr könnte man 146 Jahre lang ein großes Einfamilienhaus beleuchten oder 5,3 Millionen Mal ein Smartphone komplett vollladen“, rechnete Pinto vor. Während sich die Schulkinder gegenwärtig gedanklich schon auf die Sommerferien einstellen, wird im Schulzentrum weitergearbeitet. Die zweite große Maßnahme, die ansteht, betrifft die Lüftung: Geplant ist die Erneuerung der gesamten Lüftungsanlage mit 52 Teilanlagen.
Auch dabei steht mehr Klimaschutz auf der Haben-Seite: Durch Heizenergie sollen 59 Tonnen CO2 und durch Strom 11 Tonnen CO2 jedes Jahr eingespart werden. Das wiederum entspreche einer Einsparung von rund einem Drittel des bisherigen Bedarfs, rechnete Pinto vor. Bis das Projekt Lüftung umgesetzt ist, wird es freilich noch eine ganze Zeit dauern. Von Klein-Klein kann bei all dem am Ende keine Rede sein: Beim Schulzentrum Oberpleis handelt es sich immerhin um einen der größten städtischen Gebäudekomplexe der insgesamt rund 100 städtischen Gebäude in der Stadt, mit rund 30.600 Quadratmeter Netto-Grundfläche. Insgesamt soll die Einsparung dort später bei 110 Tonnen CO2 pro Jahr liegen.
Die Westenergie als Partner der Stadt bringt dafür nicht nur Know-how mit, sondern unterstützt auch mit rund 80.000 Euro. Westenergie-Vertreter Achim Loose brachte das Förderprojekt KEK, das kommunale Energie-Konzept, mit. Das freut auch den Projektleiter der Stadt, Axel Narres: „Die Koordination zwischen der umsetzenden Firma und der Schulleitung hat hervorragend funktioniert.“ „Das Projekt zeigt, wie wir als Kommune durch den Einsatz moderner Technologien zur CO2-Reduktion beitragen können“, so Wagner. Natürlich gehöre dazu auch, die Nutzerinnen und Nutzer zu sensibilisieren: Jeder könne mit seinem Verhalten etwas tun, nachhaltig für den Klimaschutz aktiv zu sein.
Zum vollständigen Bericht im General-Anzeiger vom 01.07.2025 - siehe Link unten.
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