Aufnahme: 2025
12 Kapellen konnten auf dem 42 km langen Rundweg durch das Pleiser Hügelland besucht werden
(bk) Siebengbirge. Entlang der Bäche und Handelswege führt der Kapellenwanderweg durch das Pleiser Hügelland zu 12 Kapellen am ehemaligen Bergbau vorbei durch Felder, Wiesen und Wälder in kleine idyllische Dörfer. Die Kapellen waren über Stunden geöffnet und so manche Aktion erwarteten die kleinen und großen Gäste. So hatte man in Quirrenbach den Tag mit dem Kapellenfest verbunden. Nach einer Andacht am Morgen erwartete die Besucher hier Speis und Trank. Diese konnten den Weg in drei Schleifen angehen. Alle, die eine kürzere Strecke zurückgehen wollten, konnten Teilstücke von 7 oder 14 km wählen. Ob zu Fuß, auf dem Rad oder dem Rücken eines Pferdes, der Art, diese Wanderung anzugehen, waren keine Grenzen gesetzt. Am Wegesrand lagen neben der Kapelle in Quirrenbach die Kapellen in Eisbach, Heisterbacherrott, Ittenbach, Pleiserhohn, Rauschendorf, Sandscheid, Thomasberg, Uthweiler, Vinxel und Wahlscheid, sowie das Heiligenhäuschen in Hartenberg.
“Es gib viele Gründe, sich auf den Weg zu machen”, so die Pfarreiengemeinschaft Königswinter am Ölberg. Die herrliche Landschaft des Pleiser Hügellandes, die zu jeder Jahreszeit ihren besonderen Reiz hat, die Kapellenorte mit ihrer spürbaren Ausstrahlung, ein persönliches Anliegen, das mit auf den Weg genommen wird, die Solidarität mit den Kapellengemeinden, die ihre kleinen Gotteshäuser meist mit Hilfe von Ehrenamtlichen erbaut haben und gegenwärtig durch bürgerliches Engagement bewirtschaften, pflegen und erhalten – um nur einige Beweggründe zu nennen.
“Die Kapellen haben eine Bedeutung nicht nur für Menschen, die im Glauben beheimatet sind, sondern halten den Himmel offen, ohne dessen Leichtigkeit die Erdenschwere überhand nehmen würde”, davon sind die Initiatoren dieser Kapellenwanderung überzeugt, “Sie sind anschauliche Zeichen dafür, dass ein Leben ohne eine Verortung, in dem, was Raum, Zeit und unsere sinnlicher Erfahrung übersteigt, nur schwer bewerkstelligt und durchgestanden werden kann.” Auf einer Stempelkarte konnten all diejenigen, die sich auf den Weg gemacht hatten, an jeder besuchten Kapelle einen Stempel erhalten. An all den Kapellen, die jeden geöffnet sind, findet man diesen Stempel auch das Jahr über.
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