Aufnahme: 2025

Fotoclub präsentiert Kalender für 2026 - Wie Hobbyfotografen ihre Heimat Königswinter sehen

Chris Harraß vom Fotoclub der Arbeiterwohlfahrt Königswinter präsentiert den Jahreskalender 2026.

Königswinter · Besonderer Blick auf die Heimatstadt: Der Fotoclub der Arbeiterwohlfahrt Königswinter legt auch für 2026 einen Jahreskalender mit Motiven aus der Drachenfelsstadt auf. Wie der Fotoclub entstanden ist und was es mit dem besonderen Kalender auf sich hat, erzählt der Aktive Chris Harraß – und macht gerne Werbung für die speziellen Ansichten (s)einer Stadt.

as gemeinsame Hobby eint sie. Drei Fotografinnen und vier Fotografen haben sich zum Awo-Fotoclub Königswinter zusammengefunden. Das Produkt des gemeinsamen Schaffens ist seit mehreren Jahren ein Fotokalender, der sich inzwischen immer größerer Beliebtheit erfreut. 

Im Kalender 2026, der ab sofort erhältlich ist, gibt es jede Menge Motive aus Königswinter, das nicht umsonst den Namen Drachenfelsstadt trägt. Dem berühmten Berg ist so das Titelfoto von Chris Harraß gewidmet. Weitere Kalenderblätter zeigen etwa den Drachenfelsblick von der Löwenburg aus, fotografiert von Bernd Giershausen, das Kölner Fenster auf dem Drachenfels von Ruth Klevinghaus oder die Drachenfelsbahn von Karl-Heinz Rohde.

Auch zwei unterschiedliche Motive von Schloss Drachenburg, die Monika Stoffer und Harraß fotografisch eingefangen haben, sind vertreten. Ansprechpartner der Gruppe ist Peter Bierbrauer, der Fotos vom Tomberger Hof in der Altstadt und dem Einkehrhaus beigesteuert hat. Der Gruppe gehört auch Gisela Feller an, von der unter anderem ein Motiv der Pfarrkirche St. Michael in Niederdollendorf zu sehen ist.

Club besteht seit drei Jahren

Im Mai 2022 hatten sich interessierte Fotoamateure zum ersten Mal in der Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt in Niederdollendorf getroffen. Inzwischen finden die Begegnungen der Hobby-Fotografen alle zwei Wochen statt. Dann beschäftigen sie sich etwa mit Fragen der Bildgestaltung und der Fototechnik oder werfen einen Blick auf das Werk berühmter Fotografinnen und Fotografen. Auch über Neuanschaffungen von Kameras oder Objektiven oder technische Probleme tauscht man sich aus. Gelegentlich unternehmen die Mitglieder zudem Fotoexkursionen oder besuchen gemeinsam eine Fotoausstellung.

Bei einer eigenen Ausstellung vor zwei Jahren im Haus Bachem stieß Harraß zur Gruppe, nachdem ihn die Awo-Ortsvereinsvorsitzende Ulrike Ries-Staudacher angesprochen hatte. Seitdem hat er außer an den regelmäßigen Treffen an Ausflügen mit der Gruppe, so auf die Bonner Museumsmeile, auf die Museumsinsel Schloss Hombroich in Neuss oder in die Rheinaue, teilgenommen. „Wir fahren überall dorthin, wo sich etwas zum Fotografieren anbietet“, sagt Harraß. Für den Fotokalender, der Königswinterer Motive zeigen soll, gehen dem Club aber nach und nach die Ideen aus. So wird bereits darüber nachgedacht, in Zukunft das Siebengebirge noch stärker einzubeziehen als bisher. So gibt es auch im Kalender 2026 mehrere Motive aus dem Naturpark.

Erlös deckt Druckkosten und fließt in Ausstellung

Für den Kalender werden Jahr für Jahr zwölf Motive im Hochformat, die jahreszeitlich zum Kalendarium passen müssen, gebraucht. Dabei sollte, so der Anspruch der Gruppe, jeder der sieben Fotografen und Fotografinnen mindestens einmal vertreten sein. Vom Erlös des Kalenders werden die Druckkosten gedeckt und das nächste Projekt mitfinanziert.

Das steht bereits unmittelbar bevor: Vom 21. bis 30. November zeigt der Awo-Fotoclub im Haus Bachem die Ausstellung „Wir arbeiten dran … Menschen aus Königswinter in ihrem beruflichen Umfeld“. Die Mitglieder des Clubs haben Fußpfleger, Hufschmiede und Schlosser bei der Arbeit fotografiert. Besonders beeindruckend waren die Besuche beim Farbenhersteller Dinova und im Warmwalzwerk, in dem Stahl hergestellt wird. „Dort konnten wir in den Werkshallen die Arbeiter und Arbeiterinnen fotografieren“, so Harraß.

„Wir haben alle unterschiedliche Herangehensweisen an die Fotografie“, sagt Harraß. Während bei Gisela Feller und Peter Bierbrauer die Architekturfotografie im Fokus stehen würde, spiele für Giershausen und für ihn die Natur eine große Rolle. Bei anderen sei es die Reisefotografie. Die Straßenfotografie nehme hingegen wegen der immer größeren Einschränkungen durch den Schutz von Persönlichkeitsrechten an Bedeutung ab, was er bedauert. Zum Glück gelte das nicht für Tiere. So darf Harraß auch in Zukunft noch Störche im Pleistal oder das Uhupaar am Weilberg fotografieren.

Quelle
General-Anzeiger vom 21.10.2025, Foto und Bericht: Hansjürgen Melzer
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