Neue Bezirksdienstbeamte im Siebengebirge „Bekannt wie ein bunter Hund“

Abgebildete Personen

Aufnahme: 2025

Neue Bezirksdienstbeamte im Siebengebirge „Bekannt wie ein bunter Hund“

Siebengebirge · Drei Polizisten tauschen den Schichtdienst gegen Verantwortung vor Ort: Als neue Bezirksbeamte greifen sie tief in die eigene Lebensgeschichte. Ihre Mission? Für Sicherheit in der Heimat zu sorgen – mit viel Herzblut und einem offenen Ohr für die Menschen.

Drei neue Bezirksdienstbeamte, die jetzt in der Anlaufstelle der Polizei in Oberpleis vorgestellt wurden, sollen für die Sicherheit der Menschen im Siebengebirge sorgen. Für zwei der Polizisten bedeutet die neue Aufgabe dabei ein echtes Heimspiel auf der Zielgeraden ihrer Beamtenlaufbahn.

Sascha Fürle, 55, der ab sofort für die Königswinterer Ortschaften Vinxel, Stieldorf, Oelinghoven, Oberdollendorf, Rauschendorf, Römlinghoven und Heisterbach zuständig ist, ist im Siebengebirge aufgewachsen und wohnt in Niederdollendorf. Seit 35 Jahren war er in der Region in verschiedenen Stationen tätig, lange Zeit auch im Wach- und Schichtdienst. „Ich freue mich, im zunehmenden Alter jetzt viel mehr Kontakt mit den Bürgern zu haben.“ Dass die größere Nähe zu den Menschen zusätzlich noch in einer vertrauten Umgebung stattfindet, empfindet er als positiv. „Es erleichtert die Arbeit, wenn man bekannt ist.“ Auf seine Wunschstelle hatte er sich beworben.

Das gilt auch für Dirk Mair, dessen Vater zwar aus Südtirol stammt, der selbst aber in Hühnerberg, nur wenige Kilometer von seiner jetzigen Arbeitsstelle in Oberpleis entfernt, aufgewachsen ist und auch heute noch wohnt. Der 58-Jährige hat 25 Jahre im Wach- und Schichtdienst in der Wache Ramersdorf gearbeitet und war in dieser Zeit schon häufig im Siebengebirge unterwegs. „Ich fühle mich hier oben am wohlsten. Da bin ich bekannt wie ein bunter Hund“, sagt er. Er sei froh, in seinen letzten Dienstjahren den „Dorfsheriff“ in Oberpleis machen zu können und sehe darin eine Berufung.

Vielfältiger Aufgabenbereich

Zu seinem Aufgabenbereich gehören auch die beiden kleinen Ortschaften Stieldorferhohn und Sonderbusch. Sven Hönig, 41, der als Bezirksdienstbeamter in Aegidienberg und Eudenbach unterwegs ist, gehört der nächsten Generation von Polizeibeamten an. Seit 2004 hat er auf vielen Stationen im Bereich des Bonner Polizeipräsidiums gearbeitet – unter anderem in den Wachen Innenstadt und Ramersdorf, aber auch in der Einsatzhundertschaft.

In den letzten beiden Jahren war er in der Führungsstelle für die Einsatzplanung zuständig und hat sich dort auch für die Leitungsaufgabe in den Bereichen Bad Honnef und Königswinter beworben, die er zusätzlich zu seiner Aufgabe als Bezirksdienstbeamter übernommen hat. Hönig wohnt in Lohmar, fühlt sich im Siebengebirge aber bereits gut angekommen. Die Bezirksdienstbeamten übernehmen bei der Polizei die Rolle des Schutzmanns an der Ecke, der erster Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger ist. Die neuen Kollegen aus dem Siebengebirge haben auch kein Problem damit, wenn sie als „Dorfsheriff“ bezeichnet werden.

Wenn es um Themen wie zum Beispiel die Einbruchsprävention geht, vermitteln sie den Kontakt zum zuständigen Fachkommissariat. Die Sicherheitslage im Siebengebirge ist nach Einschätzung der Beamten entspannt. „Wir sind hier im Dorf. Die Kriminalität liegt im unteren Bereich“, sagt Fürle. Auch die Zahl der Wohnungseinbrüche, die jahrelang auf einem hohen Niveau lag, ist zuletzt zurückgegangen.

Zum vollständigen Bericht im General-Anzeiger - siehe Link unten.

Quelle
General-Anzeiger vom 23.11.2025; Foto und Bericht: Hansjürgen Melzer Zum vollständigen Bericht im General-Anzeiger
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