Aufnahme: 2024
Kommentar zur Entwicklung von Oberpleis - Oberpleis geht leer aus
Meinung | Königswinter · Viele Fördermittel sind während der vergangenen Jahre in die Königswinterer Altstadt geflossen. Der Entwicklung von anderen Regionen im Stadtbezirk ist das nicht zuträglich. Eine gerechtere Verteilung der finanziellen Mittel würde aber nicht schaden, findet GA-Autor Hansjürgen Melzer.
Der Kirchplatz Oberpleis hat in nunmehr 17 Jahren bei unzähligen Terminen Arbeitsgruppen und Ausschüsse beschäftigt und war auch schon Thema bei Informationsveranstaltungen für die Bürger. Aus gutem Grund, weil der Platz alles ist, nur kein attraktiver Ortsmittelpunkt.
Dabei bietet er mit einigen schmucken Fachwerkhäusern, zwei Gaststätten mit Außengastronomie und einem sehr ansehnlichen klerikalen Bezirk alles, was zu einem solchen schönen Platz dazu gehört. Wenn da nicht die vielen Autos wären, die dort entweder parken oder aber so schnell durchfahren, dass Fußgänger bei der Querung der Siegburger Straße auf der Hut sein müssen.
Fördermittel sind seit 2010 in reichem Maße in die Altstadt geflossen.
Trotz aller Planung gibt es für deren Umsetzung keine Fördermittel, weil diese seit der Regionale 2010 in reichem Maße in die Altstadt geflossen sind, die Bezirksregierung jedoch nur an einer Stelle der Stadt ihr Füllhorn ausschüttet. Da die Altstadt das Aushängeschild von Königswinter ist und durch ihre Lage zwischen Rhein und Siebengebirge auch die allermeisten Besucher anzieht, ist es sicherlich richtig, hier einen Schwerpunkt zu setzen.
Aber: Solange die Altstadt die Fördermittel wie ein Schwamm aufsaugt, geht es deshalb nur mit städtischen Mitteln. Dabei ließe sich mit ein bis zwei Millionen Euro auf dem Kirchplatz schon eine ganze Menge erreichen und Politik und Verwaltung hätten etwas vorzuzeigen. Allerdings wird das Geld nicht reichen, wenn man den Platz in ein umfangreiches Gesamtkonzept einbettet und gleich noch den Busbahnhof und alles, was sonst noch zur Ortsmitte gerechnet werden könnte, in die Planungen einbezieht.
Zu den Berichten im General-Anzeiger – siehe Links unten.
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