„Wir sind wohl mit einem blauen Auge davon gekommen“

Abgebildete Personen

Aufnahme: 2024

„Wir sind wohl mit einem blauen Auge davon gekommen“

Obstbauer Klaus Reuter vom Obsthof Siebengebirge, der sich auf den Apfelanbau konzentriert, hofft mit einem blauen Auge davon gekommen zu sein, auch wenn man dies derzeit noch nicht endgültig beurteilen könne. „Ich dachte zunächst, dass der Frost eine Katastrophe für uns wäre, doch am Dienstagnachmittag hat sich das bereits relativiert“, berichtet er. Bei einem Kontrollgang durch die Baumreihen und beim stichprobenartigen Öffnen der bereits vorhandenen einige Millimeter großen Früchte einiger früher Sorten habe sich gezeigt, dass es vor allem in den höher gelegenen Anlagen wie zum Beispiel auf der Kasseler Heide oder auch am Obsthof selbst kaum Schäden gegeben habe. In den Senken sehe es dagegen etwas anders aus. Da wiesen die Kerne zum Teil leicht bräunliche Verfärbungen auf. „Aber auch da kann man seriös erst in zwei bis drei Wochen eine Aussage treffen, ob die Bäume die Äpfel abwerfen werden.“

Reuter berichtet, dass an der Wetterstation des Pflanzenschutzamtes am Sonnenberger Hof in der Nacht zum Dienstag minus drei Grad gemessen wurden, während in Meckenheim bei minus vier Grad angeblich fast die komplette Apfelernte zerstört wurde. Über den Vollmond der vergangenen Nächte habe er sich nicht gefreut und sei froh gewesen, dass am Dienstagabend Bewölkung aufgezogen sei und es nicht mehr so kalt wurde.

Markus Schmitt vom Sonnenberger Hof ist da etwas pessimistischer, was die eigenen Äpfel angeht. „Es sieht heftig aus. Die Kerne der bereits vier bis fünf Millimeter großen Früchte der frühen Sorten sind stark braun und haben auf jeden Fall Schaden genommen“, berichtet er. Zum jetzigen Zeitpunkt könne man aber noch nicht sagen, ob die Bäume die Früchte tatsächlich abwerfen werden. „Es gibt Hoffnung, aber die realistische Erwartung ist, dass der Frost verheerend gewesen sein könnte“, so Schmitt. Seine Hoffnung knüpft er vor allem daran, dass die Plantagen auf dem Hartenberg und in Blankenbach relativ hoch gelegen sind. In der Nacht auf Montag hätten die Temperaturen jedoch rund elf Stunden unter dem Gefrierpunkt gelegen. „Das hält das Gewebe der Zellstrukturen dann nicht mehr aus.“

Zum vollständigen Bericht im General-Anzeiger vom 26.04.2024 - siehe Link unten.

Quelle
General-Anzeiger vom 26.04.2024; Foto und Bericht: Hansjürgen Melzer Zum vollständigen Bericht im General-Anzeiger vom 26.04.2024 - Zur Galerie - Obsthof Siebengebirge
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