Aufnahme: 2024

Warum die neuen Leitpfosten am Hartenberg für Verwunderung sorgen

 20 neue Leitpfosten hat die Stadt am Wirtschaftsweg in Hartenberg aufstellen lassen.

Oberpleis. · Sie sind nagelneu und sorgen derzeit in Oberpleis für Verwunderung: 20 Leitpfosten, die die Stadt an einem Wirtschaftsweg nahe der prägenden Kapelle am Hartenberg hat installieren lassen. Was es damit auf sich hat.

20 nagelneue Leitpfosten am Wirtschaftsweg von Oberpleis-Hartenberg nach Jüngsfeld im Bereich der Steigung zur Kapelle auf dem Hartenberg verwundern den einen oder anderen Bürger am Rande des Siebengebirges. Der Weg war vor einigen Monaten im Rahmen der Sanierung der Wirtschaftswege im Stadtgebiet erneuert worden.

Ein Bürger fühlte sich bei seinem Spaziergang gar an eine Situation vor 20 Jahren erinnert, als nach dem Bau der Grundschule Sonnenhügel in Oberpleis auf dem dortigen Parkplatz 113 Parkschilder platziert wurden - „damit auch der Dümmste wusste, wo geparkt werden darf“, so der Bürger. Nach einem Bericht im General-Anzeiger („Schilda liegt in Oberpleis") hatte damals der Bürgermeister die meisten Schilder wieder entfernen lassen. Der Schilderwald wurde im folgenden Jahr zum Thema Nummer eins beim Karnevalsumzug in Oberpleis.

Die Situation sei durchaus vergleichbar, meint der Petent. „Fahren darf hier niemand (außer landwirtschaftliche Fahrzeuge) und parken schon gar nicht, weil die Straßenbreite nicht ausreichen würde. Es sei denn, man führe verbotenerweise doch dort lang und parkte dann weit auf der Grasfläche“, schreibt er dem General-Anzeiger.

Stadt: Es geht um Sicherheit

Die Stadt begründet das Aufstellen der Pfosten mit der Verkehrssicherheit. „Im Rahmen der Sanierungsmaßnahme der Wirtschaftswege im Stadtgebiet Königswinter wurden für die Verkehrssicherheit abschnittweise Leitpfosten installiert. Diese sorgen auch bei erschwerten Lichtverhältnissen für die Sichtbarkeit des Fahrbahnrandes und dienen somit der Verkehrssicherheit, insbesondere für den Radverkehr, Anliegerverkehr und landwirtschaftlichen Verkehr.“

In der Tat geht es am Fahrbahnrand in einem Abschnitt fast eineinhalb Meter steil nach unten. Wer hier von der Fahrbahn abkommt, ist erheblich gefährdet. Dabei stellt sich die Frage, warum die Böschung nicht flacher gestaltet wurde.

„Sowohl aufgrund der teilweise sich nicht im städtischen Besitz befindenden Flächen als auch aufgrund der durchaus höheren Baukosten für die Anflachung der Böschungen hat sich der Servicebereich Technische Planung in Absprache mit dem Planungsbüro und dem bauausführenden Unternehmen für die kostengünstige Installation von Leitpfosten entschieden“, lautet die Antwort der Stadt.

Im weiteren Verlauf des sanierten Wirtschaftsweges zwischen Jüngsfeld und Bockeroth präsentiert sich die Böschung sogar noch steiler. „In den Abschnitten mit steilen Böschungen zwischen Jüngsfeld und Bockeroth werden ebenfalls Leitpfosten angebracht, um auch hier die Unfallgefahr zu minimieren“, so die Stadt auf Anfrage weiter.

Zum vollständigen Bericht im General-Anzeiger vom 24.07.2024 – siehe Link unten.

Quelle
General-Anzeiger vom 24.07.2024; Foto und Bericht: Hansjürgen Melzer Zum vollständigen Bericht im General-Anzeiger vom 24.07.2024 - "Vorsicht, Schilda-Wald!"
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