Aufnahme: 2023
Radwegeverbindung zwischen Eudenbach und Oberpleis spart Landesstraße 268 aus
Die Beschilderung soll dafür Sorge trage, dass Radfahrer auf sicheren Wegen von Oberpleis nach Eudenbach und in der Gegenrichtung fahren.
Oberpleis. Vor sechs Jahren ist an der L 268 ein Radfahrer tödlich verunglückt, ein Geisterfahrrad erinnert daran. Die Stadt Königswinter hat jetzt einen Vorschlag der Radwege-AG umgesetzt und schildert eine sicherere Route zwischen Eudenbach und Oberpleis aus - ohne die gefährliche Landesstraße.
Lob von den Radfahrern für die Stadt Königswinter hat es in den vergangenen Jahren nicht gegeben. Im Gegenteil: Beim letzten Fahrradklimatest des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) rangierte Königswinter ganz weit hinten. Im Jahr 2020 landete Königswinter unter den 415 NRW-Kommunen mit 20.000 bis 50.000 Einwohnern auf Platz 385. Die 158 befragten Radfahrer gaben der Stadt die Note 4,42.
Jetzt bedankte sich Ludwig Wierich von der Ortsgruppe Siebengebirge im ADFC jedoch bei der Stadt. Die Verwaltung habe den Beschluss über die Ausweisung einer Radstrecke von Eudenbach nach Oberpleis und in Gegenrichtung ausgeführt.
Der Beschluss war ein Ergebnis der seit fünf Jahren existierenden Radwege AG. „Den Radlern wird eine Strecke geboten, ohne auf den gefährlichen, manchmal sogar tödlichen Landstraßen von Eudenbach nach Oberpleis zu gelangen“, so lautet das Fazit von Wierich. Im Januar 2017 war ein 49-jähriger Radfahrer auf der L 268 bei Sandscheid von einem Auto erfasst worden und noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen erlegen. Im August 2017 hat der ADFC dort ein Ghost Bike, also ein Geisterfahrrad, als Mahnmal aufgestellt.
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