Aufnahme: 2002

Das Kriegsbeil ist begraben - Ende des Streites mit dem WBV

"Den Tisch schmückten ein Hydrantenschild und eine Schlauchspritze. Passend zur Unterzeichnung des Grundlagenvertrages der Stadt Königswinter mit dem Wasserbeschaffungsverband (WBV) Thomasberg über die Sicherstellung der Löschwasserversorgung in der Stadt. Der historische Akt, wohl einmalig in der Bundesrepublik, fand im Haus Bachem in der Altstadt statt.

Bürgermeister Peter Wirtz bezeichnete diesen Vertrag als äußerst wichtig und freute sich, dass die Einigung nicht im Amtsgericht erfolgte, denn diesem Abschluss war ein jahrelanger Streit zwischen der Stadt und dem Verband vorausgegangen. Nun sei es zu einem kleinen Happy End gekommen. Der formelle Grundlagenvertrag sei geschlossen worden im Interesse der Stadt und des WBV. Vorsteher Heinz Lindlar vom Wasserbeschaffungsverband bezeichnete diesen Vertrag als ein Pilotprojekt. Zuvor habe man schwer gerungen. Man wolle auch heute nicht feststellen, wer Recht und wer Unrecht hatte, hauptsächlich sei man zu einem Friedensschluss gekommen, der alle Interessen berücksichtige. Die beiden Verantwortlichen hoffen nun, dass ein für allemal die Sicherung der Löschwasserversorgung gewährleistet ist.

Unter dem Blitzlichtgewitter der Presseleute wurde dann das historische Vertragswerk durch die Unterschriften von Bürgermeister Peter Wirtz, des Vorstehers des WBV, Heinz Lindlar, und dem Fachbereichsleiter, Udo Blaskowski, besiegelt.

Noch in der jüngsten Ratssitzung waren die Parteien unterschiedlicher Meinung über den 'Friedensschluss'. Bürgermeister Wirtz nach der Unterzeichnung: 'In 95 Prozent aller Fälle dient das vorhandene Netz des Wasserbeschaffungsverbandes neben der Trinkwasserversorgung auch der Löschwasserversorgung. Lediglich wenn die Stadt Baugebiete ausweist, die außerhalb der vorhandenen Bebauung liegen, müssen für die Löschwasserversorgung zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden und dann liegt die Pflicht bei der Stadt. Bis auf eine Maßnahme wurden die Arbeiten zur Sicherstellung des Löschwassers nach einem Maßnahmenkatalog, den ein Gutachter vorgeschlagen hatte, abgeschlossen. Dafür wurden rund 105000 Euro ausgegeben. Wirtz und Lindlar: 'Das Kriegsbeil ist jetzt begraben. Es gibt keinen Sieger und keinen Besiegten.'"

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 3 vom 17. Januar 2002
Zur Verfügung gestellt von
Heimatverein Siebengebirge e.V. Königswinter
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