Aufnahme: 2001
50 Jahre Heimatverein Heisterbacherrott
mn. Der geplante „Fröhliche Tag des Heimatvereins" wurde am Sonntag aufgrund der dramatischen Ereignisse in Amerika zu einer Jubiläums Gedenkstunde im Eichendorff-Saal des Hauses Schlesien umgestellt, die der aktuellen Situation gerecht wurde ohne das Vereinsjubiläum zu vernachlässigen.
Nach dem Gottesdienst mit anschließender Totenehrung und Kranzniederlegung am Ehrenmal begrüßte Hermann-Josef Gebertz die zahlreichen Gäste, unter ihnen Bürgermeister Peter Wirtz, Dr. Elmar Heinen von der Arbeitsgemeinschaft der Heimat- und Geschichtsvereine im Siebengebirgsraum sowie die Vertreter der Ortsvereine. Den Gottesdienst der von der Gemeindereferentin Judith Effing und Vikar Hans-Joachim Stein gemeinsam gehalten wurde, gestalteten der Kirchenchor Cäcilia Heisterbacherrott und die Band „Die einstürzenden Kirchtürme" gemeinsam. Die Gedenkstunde wurde vom Musikzug „Bergklänge" Heisterbacherrott und dem Ökumenischen Kinderchor unter der Leitung von Maria Wermelskirchen untermalt. Die Bergklänge hatten eine angemessene Auswahl von Musikstücken zu bieten, die die Vielseitigkeit der Gruppe deutlich machte.
In seiner Rede zum Jubiläum zeigte Hermann-Josef Gebertz die Stationen der vergangenen 50 Jahre auf, die der als „Verkehrsverein Heisterbacherrott" gegründete heutige Heimatverein durchlaufen hatte. „Schuld" an der Gründung, so steht heute fest, sind die Holländer, die nach dem Krieg das malerische Dörfchen gern für ihren Urlaub nutzten und so den Zusammenschluss von Vermietern und Gaststättenbetreibern initiierten.
Die Umwandlung in den HVH erfolgte im Jahre 1970, ein Jahr nach der Einbeziehung in den Stadtverband Königswinter. Viele Aktivitäten konnten aufgezählt werden, die sich die Mitglieder des Vereins auf ihre Fahnen schreiben können: Nikolauskapelle, Aufböschung entlang der Dollendorfer Straße, Aufstellen einer Pyramide heimischen Gesteins sind nur die Höhepunkte der Vereinsarbeit. Einige Wünsche hat der Jubilar auch an die Stadt - die Entschlammung des Weihers erfolgte zuletzt vor 20 Jahren und wäre dringend notwendig, eine Friedhofskapelle fehlt und für die Jugend kämen Verbesserungsmöglichkeiten zum Fußballspielen zugute.
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