Aufnahme: 1999 (3)

Weihbischof weihte neue Orgel in der St.-Joseph-Kirche

"Zwei Tage nach dem 50. Jahrestag der Grundsteinlegung der Pfarrkirche St. Joseph in Thomasberg erhielt die Pfarrgemeinde eine neue Orgel, da die bisherige nicht mehr zu reparieren war. Am vergangenen Sonntagnachmittag weihte in einer Feierstunde Weihbischof Norbert Trelle das neue Instrument.

Zu Beginn der Feierstunde sprach Pfarrer Paul Woelki Begrüßungs- und Dankesworte. Einen besonderen Dank richtete er an zwei Spender, die jeweils 10000 DM für die neue Königin der Instrumente spendeten, würdigte aber auch die vielen kleineren Spenden. Nach den Worten des Geistlichen wurde die neue Orgel zur Ehre Gottes in seinem Thomasberger Haus erbaut. Mit der Weihe fand ein 16jähriger Prozeß seinen krönenden Abschluß. Pastor Woelki wünschte sich, daß die neue Orgel dem Gesang in der Kirche zugute komme und daß sie besonders dem Kirchenchor neue Mitglieder zuführt. Woelki: 'Die Orgel gehört zum Bild einer lebendigen Gemeinde.'

Nach der Weihe spielte Adolf Fichter auf dem neuen Instrument. Er hatte den Bau der Orgel mit konzipiert und ist Orgelsachverständiger des Erzbistums Köln. Bis zur Weihe der neuen Orgel spielte Ludwig Kurenbach auf einer Leihorgel, die jetzt an die Bonner Firma Klais zurückgeht, die das neue Instrument baute. Zu Beginn der Weihestunde erklang von Gemeinde und Kirchenchor unter der Leitung von Edgar Zens das Lied 'Lobe den Herrn'. Pfarrangehörige sprachen die Lesung und die Fürbitten. Die Predigt über den Gesang der Christen hielt Bischof Trelle. Während er vom Altar zur Orgelempore schritt, sang der Kirchenchor 'Ich will den Namen Gottes loben'. Das erste Gemeindelied unter Begleitung der neuen Orgel erklang mit 'Nun danket all und bringet Ehr''. Der weitere Verlauf der Weihe stand im Zeichen des Gesanges und der Musik. Nach dem 'Großer Gott wir loben dich' und dem gemeinsamen 'Danklied an den Herrn' spielte Fichter zum Schluß den 'Marche Triomphale' aus 'Nun danket alle Gott'.

Die bisherige Orgel einer Aachener Firma aus dem Jahre 1967 war nicht mehr zu gebrauchen. Die neue Orgel kostet 625730 DM. Aus Spenden und Eigenmittel kamen 72 Prozent der Kosten, nämlich 339815 DM. Allein der Kirchenchor steuerte aus Konzerten und anderen Aktionen 56 825 DM bei. Das Erzbistum Köln gab 100 000 DM hinzu und es mußte noch ein Kredit aufgenommen werden. Die Orgel besitzt 114 Holz- und 1143 Metallpfeifen. Die größte Holzpfeife mißt 2,40 Meter, die größte Metallpfeife 3,10 Meter und die kleinste Metallpfeife ist lediglich 0,5 Zentimeter groß.

Der Plan, eine neue Orgel anzuschaffen, war zunächst ad acta gelegt worden, da in den Jahren 1987 und 1988 zuerst die Kirche renoviert werden mußte. Erst 1991 befaßte man sich mit einer neuen Orgel, die 21 Register haben sollte. Im Januar 1994 wurde beim Generalvikariat der Antrag gestellt. Die Genehmigung erfolgte im Mai 1995. Die neue Orgel sollte aber nicht mehr als 500 000 DM kosten. 26 mal beriet der Kirchenvorstand über das Vorhaben. Für die neue Orgel mußte die Empore renoviert und erweitert werden. Die gröbste Arbeit erledigten Pfarrangehörige in freiwilliger Selbsthilfeaktion."

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 12 vom 25. März 1999
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller
Räume & Galerien
Aus Siebengebirgs-Zeitung Katholische Kirche Thomasberg
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