Aufnahme: 1999
Zusammenschluss der Pfarreien Thomasberg und Heisterbacherrott
"In fröhlicher Stimmung feierten die Thomasberger und Heisterbacherrotter Katholiken den Zusammenschluß der beiden Gemeinden. Schon viele Gremien arbeiteten in den letzten Monaten und Jahren zusammen. So gab es schon seit langem einen gemeinsamen Pfarrgemeinderat. Etwa eineinhalb Jahre wurde auf den Tag des Zusammengehens hingewirkt.
Im Festhochamt in der St.-Joseph-Kirche zu Thomasberg überreichte Prälat Dr. Heiner Koch im Auftrag des Kardinals Joachim Meisner die Urkunde des Zusammenschlusses an Pfarrer Paul Woelki, der schon seit geraumer Zeit Pfarrer beider Kirchengemeinden ist. Die Liturgie zelebrierten Pfarrer Woelki, Prälat Dr. Heiner Koch, Pater Clemens Otten und Pfarrer Guido Assmann. Der Gottesdienst wurde durch gesangliche Vorträge der beiden Kirchenchöre festlich umrahmt.
Im Mittelgang der Pfarrkirche St. Joseph war ein Tisch mit Opfergaben aufgestellt, die von Gläubigen zum Altar gebracht wurden, wo sie Pfarrer Woelki in Empfang nahm. Es war zunächst eine Uhr. Sie sollte für die Zeit stehen, die viele Menschen opfern im Dienst an der Gemeinde, im Tun und Dasein für andere und für Gott. Weiter eine brennende Kerze. Sie steht für Wärme und Freundschaft, um die sich die vereinigte Gemeinde bemühen will. Das Geschirrtuch soll die einfache und alltägliche Arbeit, die Mitglieder der Gemeinde, oft im Hintergrund, leisten, versinnbildlichen. Für die Unterstützung im Gebet stehen das Gebetbuch und der Rosenkranz. Salzwasser wurde ebenfalls zum Altar getragen. Es soll die Trauer lindern, die einige nach dem Zusammenschluß empfinden, weil alte Traditionen zu Ende gegangen sind. Für die wachsende Einheit von St. Joseph und St. Judas Thaddäus wurde ein zweifarbiger Kranz zum Altar getragen. Und schließlich kamen noch Brot und Wein hinzu. Die Fürbitten sprach Gemeindereferentin Angelika Bellinghausen.
Während des festlichen Gottesdienstes fand im Pfarrheim neben der Kirche ein Kindergottesdienst statt. Die Kinder bastelten Fähnchen, auf denen die beiden Kirchen zu sehen waren. Damit winkend zogen sie vor dem Schlußsegen in die Kirche ein, unter dem Beifall der zahlreichen Kirchenbesucher. Während des Segens umstanden die Kleinen den Chorraum.
Teils in der Kirche, teils nachher beim gemütlichen Beisammensein im Strücher Festsaal waren Bürgermeister Herbert Krämer, Stadtdirektor Heinz-Martin Bernert, Pfarrer Burkhard Leh von der evangelischen Gemeinde, Friedhelm Löffler vom Erzbistum Köln und Vertreter der Gemeinden des Nahbereiches Oberpleis, Stieldorf und Ittenbach anwesend. Grußworte sprach Frank Wasser vom gemeinsamen Pfarrgemeinderat Thomasberg/Heisterbacherrott. Er bezeichnete den Tag als einen neuen Schritt im Pfarrleben. Man sei jetzt enger zusammengerückt und somit sei jetzt noch mehr Zusammenarbeit möglich. Wasser wünschte sich neue Impulse in der Ökumene, die bereits Früchte getragen habe.
Nach den Wünschen und Hoffnungen von Wasser erfreuten die Kindergartenkinder (einen gemeinsamen Kindergarten gibt es auch seit längerem schon) mit einigen Tänzchen, und die beiden Kirchenchöre sangen einzeln und gemeinsam.
Bürgermeister Krämer nannte den Zusammenschluß der beiden Kirchengemeinden vorbildlich, im Gegensatz zu den Querelen zur kommunalen Neuordnung vor 30 Jahren. Pfarrer Leh richtete in seiner Ansprache sein Augenmerk auf die Patrone der beiden Kirchen, St. Joseph und St. Judas Thaddäus, und äußerte sich erfreut über die gut funktionierende Ökumene, die sich noch weiter entwickeln möge. Die weltliche Feier wurde musikalisch umrahmt."
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