Aufnahme: 1999
Alter Steinbruchtunnel wurde besichtigt
"Mehr als 40 Teilnehmer hatten sich nach einer Wanderung 'Am Rankemich' eingefunden, um mit der CDU den 110 Jahre alten Steinbruchtunnel am Limperichsberg zu besichtigen. Unterwegs machten die Wanderer eine Pause am Terrassenweg, wo ihnen der Technische Beigeordnete Hubert Kofferath nach Begrüßungsworten von Ingeborg Lindner die Änderung des Bebauungsplanes für dieses Gebiet erläuterte. Am Steinbruch vorbei ging es dann zum Anwesen der Familie Heribert Niemann, die seit zwei Jahren im Besitz des Tunnels am Limperichsberg ist, der viele Jahre als Transporttunnel vom Steinbruch zur Dollendorfer Straße diente. Bis 1977 gehörte der Tunnel der Firma Adrian. Heute ist er nur noch teilweise zugänglich, denn er wurde an der Seite des Steinbruches zugeschüttet. Im Krieg, das heißt während des Beschusses, diente der Tunnel vielen Strüchern als sicherer Unterschlupf.
Willi Schmidt und Willi Haacks berichteten vor Ort über den Steinbruchtunnel. Im März 1945 begannen einige ältere Männer mit Hilfe junger Burschen die Tunnel am Limperichsberger Steinbruch für einen längeren Aufenthalt herzurichten. Von Wiese aus suchte man einen direkten Zugang in den Bruch, zunächst durch das sogenannte Brüchelchen und, als das zu langsam ging, durch eine leichter zu bearbeitende Tuffsteinwand. Es wurden Stufen in den Fels gehauen, über die man schnell den inneren Tunneleingang erreichen oder den Bruch verlassen konnte. Im Tunnel wurden regelrechte Kammern ausgebaut, um Platz für ganze Familien zu schaffen. Am 17. März 1945 sah Willi Haacks bei einem Kontrollgang die ersten Amis. Die Nachricht verbreitete sich schnell, begleitet von Hoffen und Bangen auf eine andere Zukunft."
Etwas zu ergänzen?
Kennen Sie abgebildete Personen, das Jahr oder Hintergründe zu diesem Bild? Schicken Sie uns einen Hinweis – wir prüfen ihn und ergänzen das Objekt.