Aufnahme: 1998

Der 75 jährige Musikzug "Bergklänge" beim Festumzug

st. Die Hölle war los in Heisterbacherrott. Bei, hochsommerlichem Wetter hatten sich so viele Besucher eingefunden, daß noch etwa 800 auf Einlaß hofften, nachdem das Festzelt am Fronhofweiher mit 1200 Personen bereits restlos überfüllt war. Zum Auftakt des 75jährigen Bestehens des Musikzuges „Bergklänge" spielten die Bläck Fööß auf. Nach dem Gastspiel der Kölner lud die Kapelle Gerrit Braun zum Tanz ein.

Nicht viel weniger Besucher waren es am Samstagabend beim Auftritt von Marianne und Michael und ihrem Otti Bauer-Sextett. Diesmal waren die Freunde der Volksmusik auf den Beinen und es wurde wieder ein gelungener Abend.

Der Sonntag begann mit einem von Pfarrer Paul Woelki zelebrierten Festhochamt, welches der Jubiläumsverein musikalisch umrahmte. Danach wurde der Gefallenen am Ehrenmal gedacht. Zum musikalischen Frühschoppen spielten der Kreisspielmannszug und das Kreisblasorchester Bonn / Rhein-Sieg auf. Rudolf Krämer, 1. Vorsitzender des Volksmusikerbundes NRW, Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg, nahm die Ehrung von Jubilaren vor.

Seit zehn Jahren ist Roland Müller Dirigent des Musikzuges. Ebenfalls seit zehn Jahre gehören Christian Feldhaus und Uschi Anlauf zu den „Bergklängen". 20 Jahre musiziert Renate Cossmann mit und seit 30 Jahren Dieter Gossmann, Günther Metzen, Rudolf Schumacher, Rolf Klein und Heinz Willi Arzdorf. 50 Jahre sind Friedrich Müller, Matthias Krämer und Herbert Meurer im Musikzug. Diamatenes Mitgliederjubiläum feierten Josef Wallau und Theo Klein. Die Jubilare erhielten Urkunden, Ehrennadeln in Gold, Silber und Bronze sowie Ehrenbriefe.

Der Musikzug hat mit der Gaststätte Palm ein neues Vereinsheim. Ab sofort werden Bausteine zur Umgestaltung des Hauses zum Preise von 25, 50, 100, 500 und 1000 DM verkauft. Den ersten Baustein erwarb Günter Himstedt.

Ein farbenprächtiges Bild bot am Nachmittag der Festzug durch den fahnengeschmückten Ort, an dem 23 auswärtige befreundete Musikcorps teilnahmen. An der Spitze marschierte das Jubiläumscorps. Danach spielten alle zusammen und auch einzeln im Festzelt. Zum Andenken an das Jubiläum der „Bergklänge“ erhielten alle teilnehmenden Corps eine Wanduhr mit dem Emblem der Heisterbacherrotter. Beim Festzug fuhren die Jubilare in einer Kutsche mit. Ebenfalls in einer Kutsche wurden am Vorabend auch Marianne und Michael vom Haus Schlesien ins Festzelt gefahren. Für den Sonntagnachmittag hatten die Frauen der Corpsmitglieder ein Kuchenbuffet gestiftet. Die Rhöndorfer Jungschützen überreichten eine Jubiläumstorte. Seit Jahren begleiten nämlich die .Bergklänge" die Rhöndorfer Heimatfeste.
Arndt Bolten, Präsident des Volksmusikerverbandes Rheinland, überreichte dem „Bergklänge" Vorsitzenden Herbert Schwipper eine Urkunde zum 75jährigen Bestehen der „Bergklänge".

Zu den Gratulanten zählte auch Landrat Dr. Franz Möller, der wie auch Rudolf Krämer und Arndt Bolten, ein Geldgeschenk mitgebracht hatte. Möller sagte u.a.: „Hingabe und Leidenschaft jeder Musikerin und jedes Musikers sowie der Wille, sich auch schwierige Stücke der Musikliteratur anzueignen, sind sicher ein Geheimnis des Erfolges auch des Musikzuges „Bergklänge“. Hinzu kommt, daß die Arbeit nicht auf den reinen Vereinszweck beschränkt bleibt. Der Musikzug nimmt am gesellschaftlichen Leben teil, seine Feste und Veranstaltungen sind seit vielen Jahren bekannt und beliebt. Sie sind Ausdruck kulturellen Eigenlebens und lebendigen Brauchtums."

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 26. 25.06.1999
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller/Winfried Görres sowie Scannarbeiten
Räume & Galerien
Aus Siebengebirgs-Zeitung Vereine Heisterbacherrott
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