Aufnahme: 1998

Schüttelreimer Dr. Wolf Mohr feierte 75. Geburtstag

"'Vor 75 Johr hat et mit Dir anjefange un et hat noch imme jot jejange.' So begann Vizebürgermeister Hans Remig seine Laudatio im Namen der Stadt zum 75. Geburtstag des Thomasberger Schüttelreimers Dr. Wolf Mohr. Mohr hat vor kurzem eine Partnerschaft zwischen den beiden Museen Königswinter und Bad Frankenhausen in seiner thüringischen Heimat begründet. Remig und Heinrich Blumenthal, Vorsitzender des Heimatvereins 'Siebengebirge' Königswinter, machten Dr. Mohr das schönste Geburtstagsgeschenk: 31 Königswinterer fahren im Juni zur Partnerschaftsfestigung nach Bad Frankenhausen.

Zu den vielen Gratulanten gehörten auch der Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Dr. Bernhard Vogel, und der kanadische Botschafter in der Bundesrepublik, Gaetan Lavertu. Dr. Mohr war Kommilitone von Vogel. Der Botschafter nahm den Geburtstag zum Anlaß, Dr. Mohr auch zur Gründung des Freundeskreises ehemaliger Kriegsgefangener in Kanada zu gratulieren. Dr. Joachim Schulze-Hardt, Geschäftsführer der Kultusministerkonferenz, gratulierte im Namen des Gremiums, in dem Dr. Mohr beruflich wirkte. Neben vielen anderen Gratulanten aus dem großen Bekannten- und Freundeskreis des Jubilars gratulierte auch sein Nachbar aus Harperoth, Karl-Heinz Petry, der betonte, daß Dr. Mohr nicht nur mit seinem Hund Gassi gehe, sondern ganz stolz auch den Kinderwagen schiebe, denn er habe neben vier Söhnen auch elf Enkelkinder. Petry bezeichnete Mohr, alias Thomas Berg, der seit 1960 in Königswinter wohnt, als ein Thomasberger Original.

Ehefrau Brigitte hatte eine Familienchronik verfaßt. Die Kinder und Enkelkinder verschönerten die Feier in der Thomasberger Gaststätte Otto mit Gesang und Musik. Durch das Programm führte Dr. Helmut Herles. Das Geburtstagskind hat, zum größten Teil unter dem Namen Thomas Berg, mehr als 2000 Schüttelreime verfaßt, von denen auch viele in der Siebengebirgs-Zeitung veröffentlicht wurden. Teilweise wurden sie auch vertont. Unter seiner Feder entstanden ebenso Lieder und Gedichte über das Siebengebirge, das ihm zur zweiten Heimat wurde."

Foto unten: Dr. Wolf Mohr mit Besuchern aus seiner Geburtsstadt Bad Frankenhausen in Thüringen vor dem Siebengebirgsmuseum in Königswinter; in der hintersten Reihe Elmar Scheuren (links), damaliger Leiter des Museums, und Dr. Elmar Heinen, damals Mitglied des Heimatverein Siebengebirge

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 14 vom 2. April 1998 (Text) und Nachlass Klöhs (Fotos)
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller (SZ) / Verein Gutenberghaus Bad Honnef (Fotos)
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Aus Siebengebirgs-Zeitung Mein Steckenpferd
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