Aufnahme: 1997
Thomasberger feierten das 75-Jährige des Tambourcorps
"Das Tambourcorps Thomasberg ist nicht nur im Siebengebirge bekannt, sondern auch weit über die Grenzen Königswinters hinaus. Dies betonte Bürgermeister Herbert Krämer zur 75-Jahrfeier des Corps. Die Musikanten verschönern alle Ortsfeste und sorgen auch für ein reges Vereinsleben. Der Bürgermeister überreichte im Namen der Stadt für jedes Jahr des Bestehens eine Mark.
Das Corps habe stets ein Zeichen für die Kultur gesetzt, betonte Rudolf Krämer, der Vorsitzende des Kreisverbandes Bonn/Rhein-Sieg. Krämer nahm auch die Ehrung der Jubilare vor, die seit 30 Jahren aktiv im Corps mitspielen. Er überreichte Urkunden und Ehrennadeln an Werner May, Christian Steeg und an den Vorsitzenden Reinhard Willwerts,
der zu Beginn des Festaktes in kurzen Worten die 75 Jahre des Bestehens streifte und berichtete, daß man nach 60 Jahren die Gründungsuniformen abgelegt und neue angeschafft habe.
Als besonderes Jubiläumsgeschenk überreichte Willwerts den 26 Aktiven und den drei Ehrenmitgliedern Herbert Rupp, Theo Müller und Josef Mehren je eine Armbanduhr mit dem Wappen des Corps. 'Jetzt weiß jedes Mitglied was die Stunde geschlagen hat', meinte Ausbilder Herbert Rupp. 'Sie spielen zur Ehre Gottes und des Dorfes', sagte Pfarrer Paul Woelki und weiter: 'Stets haben Sie das Bewußtsein zur Heimat aufrechterhalten und ich hoffe, daß Ihre Gemeinschaft noch viele Jahre besteht und wächst.' Beim Einzug nach Jericho habe es bereits ein Tambourcorps gegeben, meinte der evangelische Pfarrer Burkhard Leh. Das stände in der Bibel, und König David habe die Posaunen erklingen lassen.
Für die FDP gratulierte Prof. Peter Gola, für den Bürgerfestausschuß Karl Füllenbach, dem sich die übrigen Vereine anschlossen. Herbert Schwipper verwies auf die wachsende Freundschaft der beiden Corps aus Heisterbacherrott und Thomasberg und überreichte eine Heisterbacherrotter Fahne. Heinz Hüls vom Tambourcorps Oelinghoven gratulierte mit einem 'Großen Los' und hofft, daß die Freunde aus Thomasberg im nächsten Jahr alle Millionäre sind. Die Feierstunde wurde musikalisch umrahmt vom Musikzug 'Bergklänge' Heisterbacherrott und vom Tambourcorps 'Deutschmeister' aus Lannesdorf, die beide zusammen gegen Ende der Veranstaltung den Großen Zapfenstreich spielten.
Am Samstag fand in der St.-Josefskirche ein von Pfarrer Paul Woelki zelebrierter Festgottesdienst statt. Dazu hatten die Musikanten selbst die Lieder und Gebetstexte ausgesucht, sprachen die Lesung und die Fürbitten und stellten auch die Meßdiener. Der anschließenden Kranzniederlegung am Ehrenmal folgte der Jubiläums-Festball. Zum musikalischen Frühschoppen mit Musikwettstreit am Sonntag waren 22 Vereine erschienen. Die drei besten Corps erhielten Pokale und alle teilnehmenden Musikzüge als Erinnerung je einen Frühstückskorb."
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