Aufnahme: 1997

Einweihung des Erweiterungsbaues des Strücher Saals

"Dat Hätz von d'r Welt ist Thomasberg, spielte das örtliche Tambourcorps bei der Einweihung des Erweiterungsbaues des Strücher Festsaales, der der Karnevalsgesellschaft gehört. Nach weiteren Klängen des Musikcorps sprachen die Pfarrer Paul Woelki (kath.) und Burghard Leh (evang.) Segensgebete. Und dann machte Pfarrer Woelki ein besonderes Geschenk: Die Karnevalisten können sich einen Sonntag aussuchen, an dem die Kollekte in der Thomasberger Kirche für die Belange der Strücher Karnevalsgesellschaft gehalten wird. Alle Anwesenden versprachen, in diese Messe zu kommen.

Nach den Worten von Pfarrer Leh wohnen in Thomasberg zwei Drittel Katholiken und ein Drittel Protestanten, was Bürgermeister Herbert Krämer in seiner büttreifen Glückwunschansprache dazu animierte, die evangelischen Mitbürger aufzufordern, auch ein Drittel einer Kollekte den Karnevalisten zur Verfügung zu stellen. Pfarrer Woelki erinnerte daran, daß der Festsaal auch der Frauengemeinschaft und der Kirche für deren Anlässe zur Verfügung steht. Die Kollekte solle ein kleines Dankeschön sein. Viele andere Gratulanten überreichten Präsident Franz-Wilhelm Unterstell für die Gesellschaft kleinere und größere Geldbeträge. Das Tambourcorps feiert im Strücher Festsaal ebenfalls seine Feste und zum Dank gab es ein Ständchen und Christof Schulte schwenkte meisterhaft das Fähndel.

Erweitert wurde der Saal um ein Foyer, um Versorgungseinrichtungen und eine Toilettenanlage. Etwa 8000 Stunden haben 35 freiwillige Helfer 16 Monate gearbeitet und der Gesellschaft damit etwa 100000 DM erspart. Trotzdem mußte ein Darlehen von 250000 DM aufgenommen werden. Die Feierstunde war jetzt zugleich ein Dankesfest für alle Helfer und für die Nachbarschaft. Neben vielen Gästen konnte Unterstell das noch amtierende Prinzenpaar Christian II. und Renate IV. willkommen heißen.

Eine besondere Ehrung erfuhr an diesem Abend Wolfgang Haymann. Für seinen einmaligen Einsatz beim Erweiterungsbau erhielt er den ersten Sessionsorden und einen 'Goldenen Zollstock'. Bürgermeister Krämer überreichte als Geschenk 100 DM. Die CDU schloß sich mit 500 DM an. Auch SPD und FDP gehörten zu den 'Geldüberbringern'. Karl Füllenbach gratulierte im Namen des Bürgerfestausschusses und auch die 'Öttemicher Jecken' ließen es sich nicht nehmen, sich in die große Gratulantenschar einzureihen."

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 45 vom 11. November 1997
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller
Räume & Galerien
Aus Siebengebirgs-Zeitung Vereine Thomasberg
Aufrufe
536

Etwas zu ergänzen?

Kennen Sie abgebildete Personen, das Jahr oder Hintergründe zu diesem Bild? Schicken Sie uns einen Hinweis – wir prüfen ihn und ergänzen das Objekt.