Aufnahme: 1997
Bevölkerung steht hinter der Elterninitiative
"Das Sommerfest der Elterninitiative 'Spielplatz Thomasberg' auf dem Gelände des Bauamtes lockte etwa 400 Besucher an. Dies wertete der Vorstand der Initiative als ein gutes Zeichen und als Beweis dafür, daß die Bevölkerung hinter der Idee des Spielplatzes steht, obwohl zur Zeit aufgrund eines Protestes die Bauarbeiten am Platz ruhen und die Kinder dort nicht spielen können.
Bürgermeister Herbert Krämer hatte die Schirmherrschaft über das Fest übernommen. Der Vorstand dankte Krämer für sein außergewöhnliches Engagement für den Spielplatz am Kiefernweg. Zahlreiche Aktionen gab es für Klein und Groß beim Sommerfest, für die Erwachsenen gemütliche Stunden bei Plausch, Speis und Trank. Die Kinder und Jugendlichen amüsierten sich auf der Schiffschaukel des THW, die Jugendfeuerwehr löschte einen Übungsbrand. Alte Autos durften angemalt werden. Auf einem Spielparcours konnten die Pänz ihre Geschicklichkeit beweisen. Eine Farbenzentrifuge, womit man Bilder spritzen konnte, gehörte zu den Glanzpunkten des Festes. Ein Glücksrad und Ballonfliegen vervollständigten das Unterhaltungsangebot.
Viele Kuchen wurden von den Müttern gestiftet. Kinder der CJD-Schule zeigten ihr Können beim Jonglieren und auf dem Einrad. Die Jagdhornbläser bereicherten das Fest mit einer musikalischen Einlage.
Frieden im Spielplatzstreit?
"Es scheint zu einer Einigung im Spielplatzstreit in Thomasberg zu kommen. Der Rechtsanwalt der Elterninitiative hat seinen Mandanten einen Vergleich angeboten und auch Stadtdirektor Heinz-Martin Bernert stimmte zu. Danach wird die Seilbahn von dem Spielplatz am Kiefernweg entfernt und auf einem Grundstück in der Nähe des Feuerwehrhauses Thomasberg/Heisterbacherrott auf einem Gelände aufgestellt, welches bereits vor Jahren als Spielplatzgelände ausgewiesen worden ist. Die Stadt wird die Seilbahn auf ihre Kosten am Kiefernweg entfernen und auf dem neuen Spielplatz aufstellen. Damit dort aber nicht die Seilbahn alleine zum Spielen anreizt, sollen auf Kosten der Initiative einige andere Spielmöglichkeiten für größere Kinder installiert werden. So würde der 'Seilbahnkrieg' doch noch etwas Gutes bringen, nämlich zwei Spielplätze. Beide könnten nach einer Einigung aber erst nach den Ferien Ende August in Betrieb genommen werden."
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