Aufnahme: 1996
Hüttenfest für das Geburtstagskind
"Hötteböggele feierten gemeinsam" (1*) (Hüttenbeuteln feierten gemeinsam)
st. Im ältesten noch stehenden Haus in Heisterbacherrott, im Volksmund „De Hött" genannt, feierte im Kreise der Nachbarschaft und vieler Heisterbacherrotter Mitbürger und Mitbürgerinnen Christine Klein ihren 80. Geburtstag. Alle Freunde hatten ihr zu Ehren ein Hüttenfest veranstaltet und feierten im Garten ein harmonisches Sommerfest.
Im elterlichen Haus in der Torstraße 4 wurde Christine Klein am 19. August 1916 geboren. Sie wuchs dort mit drei Schwestern und zwei Brüdern auf. Nach dem Besuch der Volksschule arbeitete das Geburtstagskind 39 Jahre in der Firma Kessko in Beuel. Der beschwerliche Weg zur Arbeit nahm sie täglich auf sich, manchmal zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Nur bei schlechtem Wetter benutzte sie den Bus. 1976 trat sie in den Ruhestand und widmete sich ganz ihren vielseitigen Hobbies, die da sind Wandern, Singen (seit 37 Jahren im Kirchenchor) sowie der Pflege ihres Häuschens und des Gartens. Und allabendlich plaudert sie mit ihren Nachbarn im gemütlichen Heim. Dann heißen sie alle gemäß dem Namen des Hauses „Hötteböggele".
Das Haus und die Nachbarschaftshäuser waren ihr zu Ehren geflaggt und geschmückt.
(1*) So ist hier die Eigenbezeichnung der Bewohner in Heisterbacherrott in dem kleinen Bereich zwischen der unteren Torstraße - Vogtsgasse - Winkelstraße. Hier standen zum Teil kleinere Häuser –Hütten- die den Ursprung der Gemarkung Flur Nr. III Heisterbacherrott-Oberdorf bildeten, die vermutlich hier um eine größere Hofanlage entstanden ist.
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