Aufnahme: 1996

Konzert zum 10-jährigen Bestehen

"Zehn Jahre besteht jetzt der Jagd- und Alphornbläserkreis St. Hubertus Thomasberg. Das Minijubiläum wurde mit einem Konzert auf dem Kirchvorplatz in Thomasberg gefeiert. Vorher schmückten sie einen Gottesdienst in der St.-Joseph-Kirche musikalisch aus. Nach der Messe, zelebriert von Pater Otten, wurde der Verstorbenen am Ehrenmal gedacht.

Bürgermeister Herbert Krämer würdigte in einem Grußwort das Wirken des Bläserkreises auch für das Wohl und Ansehen der Stadt Königswinter. 'Musikalische Botschafter', so der Bürgermeister, 'sind mir immer die liebsten. Ihre Botschaft, die Musik, ist immer unterschiedlich, aber immer macht sie Freude und verschafft Augenblicke der Entspannung und Muße und deswegen sind diese mir so willkommen.'

Josef Mehren, Vorsitzender des Bläserkreises seit seiner Gründung, betonte seine Freude darüber, daß der Bläserkreis heute diesen Tag erleben kann. 'Es war ein langer, schwieriger und von Rückschlägen gekennzeichneter Weg von den ersten Plänen für eine Bläsergruppe bis zu der heutigen Form, aber alle Mühen haben sich gelohnt', meinte Mehren in seiner kurzen Ansprache.

Der Thomasberger Bläserkreis spielte schon in der britischen Botschaft. Ministerpräsident Johannes Rau war von dem Klang der Jagdhörner begeistert und signierte die Notenbücher der Bläser. Norbert Blüm versah sein Autogramm im Notenbuch der Dirigentin mit einer Karikatur. Die Reihe der Prominenz, vor der der Bläserkreis in seiner 10jährigen Geschichte schon auftrat, enthält Namen, die heute zum Teil schon selber Geschichte sind.

Hervorgegangen ist dieser Bläserkreis aus dem Jägerstammtisch 'Ob-Ob' (Oberkassel-Oberpleis) von 1958.

Auf einer Gemeinschaftsjagd im Hunsrück kam der Gedanke auf, das jagdliche Brauchtum hinsichtlich der Signale mit dem Jagd- und Parforcehorn und allem, was dazu gehört, zu pflegen. In den folgenden Jahren wurde mal mehr mal weniger ins Horn gestoßen. Die Idee dämmerte viele Jahre dahin. Man suchte einen Dirigenten. Der fand sich in Willi Effern aus Sonderbusch, einstmals als Trompeter in der Reichsbahnkapelle. Doch der wollte den Hobbybläsern die Musik nur nach Noten beibringen. Dazu hatten die Bläser aber keine Lust. So schlief der Gedanke von Josef Mehren wieder ein. Doch der ließ nicht locker.

Am 7. März 1986 war es dann endlich soweit. An diesem Tage wurde der Bläserkreis offiziell gegründet und Josef Mehren als Vorsitzender bis heute sowie Paul Dreesbach als Schatzmeister und Bernd Hünker als Kassierer - alle drei noch aktive Mitglieder - gewählt. Willi Effern übernahm die musikalische Leitung.

In der Gaststätte Otto stellte sich dann der Bläserkreis das erste Mal der Öffentlichkeit vor. Noch im Gründungsjahr kam der Gedanke auf, zu den Jagdhörnern auch noch Alphörner hinzuzunehmen - erstmalig in unseren Regionen. Auch diese Idee brauchte ihre Zeit und so wurden dann 1989 Alphörner angeschafft und der Bläserkreis auf die noch heute gültige Bezeichnung 'Jagd- und Alphorn-Bläserkreis St. Hubertus e.V. Königswinter-Thomasberg' umbenannt.

Seit 1989 dirigiert Annette Calkin die Gruppe. Der Bläserkreis ist an weiteren aktiven Mitgliedern interessiert. Probe ist jeweils freitags von 19 Uhr bis 21 Uhr im Verwaltungsgebäude Thomasberg. Anmeldungen können auch erfolgen über die Geschäftsadresse Bockerother Straße 66, 53639 Königswinter. Telefon 02244/1513."

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 37 vom 12. September 1996
Zur Verfügung gestellt von
Heimatverein Siebengebirge e.V. Königswinter
Räume & Galerien
Aus Siebengebirgs-Zeitung Vereine Thomasberg
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