Aufnahme: 1994
Den Ehrenring der Stadt für Königswinterer Verwaltungschef
"Seit 25 Jahren ist Franz-Josef Schmitz Stadtdirektor von Königswinter. Gleichzeitig feiert er sein 40jähriges Jubiläum im öffentlichen Dienst. Bei einer Feierstunde im Hause Bachem in der Altstadt wurde der Chef der Verwaltung nun mit dem Ehrenring der Stadt ausgezeichnet. Die Verleihung nahm Bürgermeister Herbert Krämer vor.
Krämer betonte in der Laudatio, daß Franz-Josef Schmitz zusammen mit seinen Mitarbeitern und mit allen Stadträten in den vergangenen 25 Jahren viel erreicht habe. Persönlich habe Schmitz mit Pflichtbewußtsein, enormem Fleiß, starkem Durchsetzungsvermögen, Beharrlichkeit und berechenbarer Konsequenz sein Amt ausgefüllt.
Der Bürgermeister: 'Wenn der Rat etwas durchsetzen wollte was Ihnen nicht so recht paßte, haben Sie nicht klein beigegeben, sondern Ihre Linie konsequent verfolgt. Wenn der Rat einmal mehr verlangte als die Verwaltung zu leisten vermochte, machten Sie nicht mit und stellten fest: Jetzt ist Schluß, es geht nicht mehr. Das machen meine Leute nicht mehr mit. Bürger und Rat fordern von der Verwaltung immer mehr, aber der Rat gibt mir kein Personal. Wir sind am Ende, kommt gar nicht infrage. Jetzt ist Schluß damit.'
Krämer ging auch auf den großen Bekanntenkreis des Stadtdirektors ein. Er habe gute Freunde in der Professor-Rhein-Stiftung, im Verschönerungsverein für das Siebengebirge, in der Stiftung Heisterbach, in der Feuerwehr, im DRK, in der Rheinischen Versorgungskasse, im ehemaligen Landkreis Bonn, bei den obersten Gemeindebeamten im Rhein-Sieg-Kreis, beim Städte- und Gemeindebund und bei der Studentenverbindung 'Alania'. Krämer wußte aber auch zu berichten, daß es zweimal nicht nach dem Willen des Stadtdirektors gegangen ist: Bei der Bonn-Berlin-Entscheidung und bei der Trassenführung des ICE. Seine Finger im Spiel hatte Franz-Josef Schmitz auch bei der Errichtung des Maritim-Hotels und der Jugenddorf-Christophorusschule.
Für die Fraktionen sprach Franz Riscop (CDU). Er bezeichnete den 1. August als einen Jubiläumstag für die Stadt und für Franz-Josef Schmitz. Riscop schilderte in humorvollen Worten, wie es zu der Ernennung von Schmitz kam. Initiator war der damalige Vorsitzende der Königswinterer CDU, Günter Hank. Im Namen der Fraktionen dankte Riscop dem Verwaltungschef für die gute Organisation und Führung der Verwaltung.
Die Glückwünsche des Kreises überbrachten der stellvertretende Landrat Kurt Müller und Oberkreisdirektor Dr. Walter Kiwit. Seit genau 25 Jahren kennt Erster Beigeordneter Erich Lichtenberg den Jubilar. Der Vertreter des Stadtdirektors sprach die Glückwünsche der Verwaltung und Marion Nöthel die des Personalrates aus. Heinz-Walter Florin schmückte die Feierstunde am Flügel mit Werken von Beethoven, Verdi und Liszt aus.
Der Jubilar, der sich mit herzlichen Worten bedankte, verzichtete auf Geschenke und bat stattdessen um Spenden für die Initiative 'Bausteine für das Leben', insbesondere für das im Bau befindliche Haus für schwangere Frauen in Notlagen in Heisterbach."
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