Aufnahme: 1994

Löschzug Oelberg im neuen Zuhause

Neues Feuerwehrhaus für den „Löschzug Oelberg" übergeben.

st. „Welch ein herrlicher Tag, nicht nur vom Wetter her, sondern auch für die beiden Feuerwehren von Thomasberg und Heisterbacherrott, denn heute wird das gemeinsame neue Feuerwehrhaus eingeweiht und das 21 Jahre alte Kriegsbeil endgültig begraben", sagte Bürgermeister Herbert Krämer am Sonntagmorgen, als in der neuen Halle die Feuerwehren aus dem Stadtgebiet der feierlichen Übergabe des neuen Hauses beiwohnten.

Zugleich mit der Nutzung des gemeinsamen Hauses haben die beiden Feuerwehren von Thomasberg und Heisterbacherrott auch fusioniert. Unter dem neuen Namen „Löschzug Ölberg" wird man nun zusammenarbeiten. Als neuer Leiter wurde der bisherige Löschgruppenführer von Heisterbacherrott, Wolfgang Thiebes, ernannt. Stadtdirektor Franz-Josef Schmitz überreichte ihm die Ernennungsurkunde. Stellvertreter wurde der bisherige Löschgruppenführer von Thomasberg, Hans-Josef Gesierich.

In seiner Ansprache blickte der Stadtdirektor auf die lange und langwierige Geschichte des gemeinsamen Feuerwehrhauses zurück. 1973 beschloß der Rat das Bauvorhaben, welches nach 21 Jahren nun vollendet wurde. Nach dem Beschluß tat sich lange nichts, bis 1984 die Löschgruppe Heisterbacherrott erneut die Initiative ergriff. Der damalige Stadtbrandmeister Theo Lämbgen nahm dies zum Anlaß einen erneuten Antrag an die Stadt zu richten und sie, um ein geeignetes Grundstück zu bitten. 1987 wurde der erste Vorentwurf offengelegt. Während der Kreis diesen Plan gut hieß, waren die beiden Feuerwehren von Thomasberg und Heisterbacherrott anderer Meinung. Bemängelt wurde der ungenügende Raum. Die beihilfefähigen Kosten wurden vom Kreis mit 1,2 Millionen DM angegeben. Der Kreis selbst stellte dann 600.000 DM zur Verfügung. Weitere Zuschüsse gab der Bund.

Der Rat der Stadt Königswinter genehmigte den Restbetrag. Im Januar 1993 wurde der Grundstein. gelegt und am 23. April 1994 das Haus durch die beiden Pfarrer Burkhard Leh (ev.) und Paul Woelki (kath.) kirchlich geweiht.

Der neue Löschzug Ölberg zählt 49 Aktive und ist jetzt voll einsatzfähig. Schon seit geraumer Zeit wurden gemeinsame Übungen unternommen. Landrat Kurt Möller überbrachte die Glückwünsche des Kreises und betonte, die Feuerwehren von Heisterbacherrott und Thomasberg hätten Glück gehabt. Sie seien nämlich die letzten gewesen, die einen Zuschuß des Kreises erhielten. Zur Ausschmückung des Hauses, das aus einer großen Halle mit Unterstellmöglichkeit für alle Fahrzeuge und entsprechenden Nebenräumen besteht, überreichte der Landrat den Ehrenteller des Rhein-Sieg-Kreises. Für den Kreisfeuerwehrverband sprach Kreisbrandmeister Walter Jonas und überreichte eine Feuerwehrplakette.

Weitere Gratulanten mit Geldgeschenken waren Eugen Koch vom Bürgerverein Thomasberg sowie Wolfgang Krämer und Karl Füllenbach von den Bürgerfestausschüssen Heisterbacherrott und Thomasberg. Auf dem Vorplatz des neuen Feuerwehrhauses war eine Fahrzeugschau zu besichtigen. Uwe Wollhöwer von der Löschgruppe Niederdollendorf sorgte anschließend bei einem Umtrunk für das leibliche Wohl. Der Heisterbacherrotter Bürger Günther Himstedt drehte während der gesamten Bauzeit einen Videofilm. Kassetten schenkte er der Stadt und der Feuerwehr, Laufzeit zwei Stunden. Außerdem übergab er eine selbst gebastelte Vorrichtung für eine Hydrokultur.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 17. vom 28.04.1994
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller / Winfried Görres
Räume & Galerien
Aus Siebengebirgs-Zeitung Feuerwehr
Aufrufe
640

Etwas zu ergänzen?

Kennen Sie abgebildete Personen, das Jahr oder Hintergründe zu diesem Bild? Schicken Sie uns einen Hinweis – wir prüfen ihn und ergänzen das Objekt.