Aufnahme: 1993 (1)

Zum Frühlingsanfang wurde der „Tag des Liedes" begangen

"Den Frühlingsanfang bereicherten die Chöre aus dem Siebengebirge mit einem Liedernachmittag in der Aula des Schulzentrums Oberpleis anläßlich des 'Tages des Liedes'. Herzliche Worte der Begrüßung richtete der Vorsitzende der Sängergruppe Siebengebirge im Deutschen Sängerbund, Karl Winzen, an die Chorgemeinschaften.

Den Programmauftakt bestritt mit deutschen und europäischen Volksliedern der Quartettverein Siebengebirge Königswinter. Durch das Programm führte dann der Vorsitzende der Königswinterer 'Gemüthlichkeit' und Vizevorsitzender der Sängergruppe Siebengebirge, Fred Euskirchen. Als nächsten Chor kündigte er den Quartettverein Niederdollendorf an, der mit den 'Abendglocken' und einem Rheinlied die vielen Besucher in der Aula erfreute. 'Ein gutes Tier ist das Klavier', meinten gesanglich die Ittenbacher 'Eintracht'-Sänger und entnahmen dann noch eine Prise aus der Schnupftabakdose, eine Komposition von Rolf Desch. Die 'Frohsinn'-Sänger aus Oelinghoven sangen dann 'Dies ist der Tag' und den 'Kleinen Spruch'. Melodien in Mundart erklangen von den 'Möschtijalle'. Der Männerchor 'Cacilia' Oberdollendorf glänzte mit der 'Alten Linde' und dem 'Kaukasischen Volkslied' und der 'Liederkranz' Aegidienberg brachte ein amerikanisches Volkslied. Nach dem Castel-Chor aus Oberkassel bereicherten die Sänger aus Quirrenbach den genußreichen Abend mit dem Chianti-Lied und mit 'Hava Nagila hava'. Herrlich auch der Vortrag des gemütvollen 'Ave Maria der Berge' und dem schwungvollen 'Valencia', dargeboten von der 'Gemüthlichkeit' Königswinter und dem Chor aus Hanfmühle. Als vorletzter Chor betrat die 'Gemütlichkeit' aus Rauschendorf die Bühne und brachte die 'Sonntagsseele' und das 'Alleluja' zur Aufführung.

Bürgermeister Herbert Krämer dankte allen mitwirkenden Chören aus Königswinter und dem Siebengebirgsraum für den bunten Strauß schöner Melodien. Er sei stolz auf die Chöre, die bei vielen Veranstaltungen immer wieder uneigennützig mitwirken würden.

Die Bühne war geschmückt mit drei restaurierten Fahnen des Gemischten Chores Thomasberg, der im vorigen Jahr sein 125jähriges Bestehen feierte und dem dieser Liedernachmittag als Freundschaftssingen gewidmet wurde. Die Fahne aus dem Jahre 1871 zeigt den hl. Pankratius, den Pfarrpatron von Oberpleis. Denn Thomasberg gehörte zu dieser und lange Zeit danach noch der Pfarrei Oberpleis an. Die Fahnen sollen, wie Paul Otto, der Vorsitzende des Jubiläumschores sagte, demnächst in die Obhut des Königswinterer Siebengebirgsmuseums gegeben werden.

Karl Winzen überreichte dem Thomasberger Chor eine große Urkunde. Er dankte allen Chören für ihre gesanglichen Leistungen und ehrte dann fünf Sängerinnen und Sänger: Doris Schild und Karl-Josef Effelsberg für 25 Jahre Treue zum deutschen Lied, Erika Stockhausen und Rudolf Lichtenberg für 40 Jahre und Hilde Dahm für sogar 50 Jahre Sangestätigkeit. Winzen überreichte die entsprechenden Ehrennadeln und andere Auszeichnungen.

Der Jubiläumschor, verstärkt durch den Gemischten Chor aus Rott, bestritt das großartige Finale unter der Stabführung von Hildegard Süper mit 'Lieder gib mir, süße Lieder' von Mozart, dem 'Weihegesang' von Schubert, der 'Abendruhe' von Mozart, dem 'Land der Träume' von Offenbach und 'Auf Wiedersehen in grünen Bergen' von Roth.

Dem Konzert wohnten auch Pfarrer Paul Woelki, Landrat Dr. Franz Möller, Landtagsabgeordneter Franz Riscop und Günther Bräuner vom Sängerbund bei."

Zu den Vereinsfahnen des Thomasberger Gesangvereins gelangt man über den Link unten!

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 13 vom 1. April 1993
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller Gesangverein Thomasberg Vereinsfahnen
Räume & Galerien
Aus Siebengebirgs-Zeitung Vereine Thomasberg
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