Aufnahme: 1993
Vorsitzender wiedergewählt
"Lothar Krause wurde für zwei weitere Jahre zum Vorsitzenden des Bürgervereins Thomasberg wiedergewählt. Auf der Jahreshauptversammlung in der Gaststätte Otto wurde die Vorstandsmannschaft komplettiert durch: Josef Koch (2. Vorsitzender), Hermann-Josef Thomas (Schriftführer), Paul Dahm (Kassenwart) und Beisitzer Dr. Petra Schaefer, Günter Losem und Hubert Schiefer. Die Kasse werden Josef Otto und Margret Kotzer prüfen. Im Bürgerfestausschuß wird der Bürgerverein durch Josef Koch und Bernd Westbrock vertreten. Zu Beginn gab der Vorsitzende einen umfassenden Bericht über das vergangene Geschäftsjahr, was nicht nur Erfolge gebracht hat. Im Berichtsjahr wurde dem Antrag des Bürgervereins auf Umbenennung des Gubener Weges in 'Langemich' vom Hauptausschuß der Stadt Königswinter zunächst stattgegeben. Die Entscheidung, den ganz alten Namen 'Langemich' anstelle des Namnes 'Langenberger Weg' vorzuschlagen, wurde nach Einsicht in die alten Flurkarten beim Katasteramt in Siegburg getroffen. So ist zum Beispiel die Flurbezeichnung 'Auf dem Rankemich' in unmittelbarer Nähe des Langemich belegt. In der Folge revidierte die Stadt Königswinter diese Entscheidung aufgrund des Einspruchs eines Anliegers. Daher sei dem Wunsche der Mehrheit, zumindest der eingesessenen Bevölkerung von Thomasberg, nicht Rechnung getragen worden, hieß es seitens des Bürgervereins. Der Bürgerverein hat im Berichtsjahr seine Position bezüglich der jahrelang verschleppten und nun überfälligen Entlastung der Wiesenstraße bei der Bürgeranhörung zum Verkehrskonzept bekräftigt und schnellstmögliche Maßnahmen gefordert. Darin unterstützt der Bürgerverein die berechtigten Anliegen der Anwohner der Wiesenstraße.
Der Bürgerverein ist nach wie vor gegen die Schnellbahn im Siebengebirge und hat die Einwendungen von Mitgliedern gegen die Schnellbahn im Rahmen des Raumordnungsverfahrens unterstützt. Auch in den bevorstehenden Planfeststellungsverfahren wird der Bürgerverein den Verein 'Gegen die Schnellbahn im Siebengebirge' unterstützen.
Im Berichtsjahr wurde die lange erwartete Chronik von Thomasberg geschrieben. Sie liegt jetzt vor und soll noch in diesem Jahr in Druck gehen. Die Finanzierung ist noch nicht gesichert. Für 1500 Exemplare werden Druckkosten von etwa 10000 Mark gefordert. Der Vorstand ist für jede Hilfe dankbar. Autor ist Willi Schmidt und für die Bilder zeichnet Friedrich Müller verantwortlich. Die Chronik dürfte nicht nur für die alteingesessenen Strücher interessant sein, sondern auch für die Neubürger auf der Strüch, denn sie gibt einen Überblick über die Ortsgeschichte vor allem etwa der letzten 100 Jahre, geht aber auch auf die Römerzeit zurück. Sie schildert die Geschichte der Thomasberger Vereine ebenso wie der Schule und der Kirche und läßt manche Person wieder ins Gedächtnis zurückkehren. Die Geschichte der Steinbrüche und die schweren Tage im letzten Kriege werden lebendig dargestellt.
Der Bürgerverein wird sich auch für die Wiederaufstellung eines Kreuzes einsetzen, das von Erich Unkelbach in den Wiesen unterhalb des Buschhofes gefunden wurde. Es gelang mit Hilfe alter Urkunden zu klären, auf welche Personen sich das Gedenkkreuz bezieht. Die Stadt wurde um Mithilfe bei der Restaurierung gebeten.
Auf städtischem Gelände wurde ein Schaukasten aufgestellt, der wegen seiner Übergröße eines Bauantrages bedurfte, wofür 50 Mark bezahlt werden mussten. Hannelore Baukloh-Meyer leitete während der Vorstandswahl die Versammlung."
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